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von Katherine830 am 19.10.2018, 14.19 Uhr

Inzest in der Vergangenheit - schuldig?

Hallo,

ich möchte zu Beginn sagen dass diese Frage mich nicht persönlich betrifft, sondern eine gute Freundin (ist aber eig. vollkommen egal).
Die Situation: Meine Freundin hat einen 6 Jahre älteren Bruder welcher sie in ihrer Kindheit (5-12J.) immer wieder berührt und dazu gebracht hatte, für ihn zu strippen und auch andere intime Dinge zu machen. Sie hat mir immer wieder beteuert, dass er ihr nie wehgetan hat und dass sie auch immer sofort aufhören konnte, wenn sie es wollte. Jedoch hatte ihr Bruder sie im frühen Kindesalter mit kleinen Dingen erpresst (ihr Spielzeuge angeboten und ihr ins Gewissen geredet), damit sie darauf eingeht, da sie sich zu Beginn geweigert hatte.
Als sie mir dies erzählt hatte, fragte sie mich ob es richtig sei, sich schuldig zu fühlen.
Ich zitiere: "Ich war damals zwar nur ein Kind aber ich hätte es besser wissen müssen. Ich gebe ihm die Schuld - und ich gebe ihm nicht die Schuld. Ich weiß er war älter und wusste es wahrscheinlich bereits besser. Aber ich fühle mich so schuldig!"

Nun meine Frage an euch:
Wie steht ihr dazu? Glaub ihr, sie muss sich schuldig fühlen? Soll ich ihr raten, sich in Therapie zu begeben? Und wer trägt eurer Meinung nach hier die Schuld? Der ältere Bruder? Meine Freundin, weil sie zugestimmt hatte? Oder niemand?

Antwort
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von Crunchbite am 19.10.2018, 22.13 Uhr
Nein, sie sollte sich keineswegs schuldig fühlen. Du musst ihr immer gut zureden, dass sie keine Schuld hat. Kann ich mir vorstellen, wie schlecht sie sich fühlt und dass sie Jungs gegenüber keine Gefühle zulassen kann.
Das Schwein gehört aber angezeigt, auch wenn er ihr Bruder ist!


Antwort
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von jerome68 am 19.10.2018, 14.52 Uhr
Deine Freundin kann nichts dafür. Sie wurde ja vom Bruder dazu gezwungen und erpresst wie du schreibst. Strafmündig ist man ab 14 Jahre. Für die Zeit als deine Freundin 8 Jahre alt war kann er also belangt werden. Der erste Schritt deiner Freundin sollte der Gang zur Polizei sein, um Anzeige zu erstatten. Eine begleitende psychologische Betreuung ist meiner Meinung nach sinnvoll.
Kommentar von Katherine830 am 19.10.2018, 15.07 Uhr
Ich hatte ihr bereits gesagt, sie solle zur Polizei oder es wenigstens ihren Eltern sagen. Aber sie hat Angst, weil sie weiß die Wahrheit wird ihre Familie, ihr komplettes Weltbild zerstören.
Sie liebt ihren Bruder (doch nur auf geschwisterliche Weise, da bin ich mir sicher!) Doch sie ist psychisch auch sehr von seiner Unterstützung abhängig.
Sie hat mehr Angst ihn, ihre Familie zu verlieren als sich der Vergangenheit zu stellen. Doch auf der anderen Seite spüre ich, wie sehr sie unter dem Vergangenen leidet. Sie wünscht sich endlich (inzwischen ist sie 21J) einen festen Freund und generell geliebt zu werden. Doch sobald ihr jmd zu nahe kommt, zieht sie sich aus Angst zurück und verliert sich in Drogen/Depressionen. Ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann.
Kommentar von jerome68 am 19.10.2018, 15.34 Uhr
Du kannst ihr sowieso nur gut zureden, entscheiden muss sie letztendlich selbst, für welchen Weg sie sich entscheidet. Vielleicht wäre der Gang zum Psychologen eine erste gute Entscheidung? Du kannst sie ja dorthin begleiten!
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