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von Anonym am 25.06.2019, 07.59 Uhr

Ich kann die beste Freundin meiner Mutter nicht leiden. Was soll ich tun?

Hallo ich habe online nicht wirklich Antworten auf meine Frage gefunden und hoffe hier Antworten zu finden.

Seit ca 5 Jahren hat meine Mutter (63) eine beste Freundin (39). Anfangs haben wir uns wirklich gut verstanden und haben uns auch hin und wieder gegenseitig als Schwestern bezeichnet weil sie eben seit dieser Zeit die Angewohnheit hat zu meiner Mutter "Mama" zu sagen was ich schon schräg genug finde... Sie ist das exakte Gegenteil von mir. Immer auf Achse, immer Abends unterwegs und muss immer im Mittelpunkt stehen. Sie kann irrsinnig viel und muss auch immer damit angeben aber wenn sie mal was falsch macht und es ihr gesagt wird wird sie sauer und ist eingeschnappt. Ich (23) war in meinem Leben vlt erst 5 mal richtig fort weil es mich nie interessiert hatte und mich bis heute nicht wirklich juckt, ich sitze lieber mit meinen Freunden zusammen und habe eine gemütliche Zeit, und weil ich seit ich 17 bin mit Depressionen diagnostizert worde hatte ich auch nie das Bedürfnis in Menschenmassen unterwegs zu sein. Genauso Festivals sind nichts für mich. Aber der Knackpunkt war dann als sie rausfand dass ich Depressionen habe und in Therapie bin und Medikamente nehmen muss. Dann fielen Sätze wie: "Für was brauchst du denn eine Therapie?? Da steht man einfach auf und macht das alles alleine. Ich habe nie Hilfe gebraucht wenn es mir mal schlechter ging und meine Mutter hat sich nie um mich gekümmert. Ich musste schon früher als du auf eigenen Beinen stehen und komme gut zurecht." Dann sage ich darauf: "Ja des bewundere ich aber ich kann das nicht so einfach, nicht jeder ist gleich und ich bin nicht unglücklich darüber dass ich nicht so bin wie du." Dann hatten wir eine ausschlaggebende Auseinandersetzung... Sie war bei meiner Mutter auf Besuch und hat mit ihren Erfolgen geprahlt und mich immer so schief dabei angesehen. Als ich dann die Erfolge meiner Therapie mitgeteilt habe, dass es endlich besser wird, hat sie gelacht und gesagt: "Jeder der sagt er sei depressiv ist schlicht und einfach zu faul um ordentlich zu arbeiten! Ich arbeite 50 Stunden die Woche und bin auch nicht depressiv! Ich musste schon weit schlimmeres aushalten als du und bin auch nicht so beschränkt wie alle in deiner Therapiegruppe es vorgeben zu sein!" Da ist mir der Kragen geplatzt:" Was fällt dir eigentlich ein über andere so zu urteilen? Wenn du keine Ahnung hast halt einfach deine verdammte Klappe! Es gibt Leute in meiner Therapiegruppe die weit schlimmeres durchgemacht haben und sich nun Hilfe suchen. Ich wünsche dir dass es dir einmal so geht wie uns nur damit du es verstehst wie es Menschen, die wirklich psychisch krank sind, wirklich geht!" Ich bin dann gegangen und habe seitdem nicht mehr mit ihr gesprochen. Sie weiß dass ich eine abgeschlossene Ausbildung habe und 6 Jahre als Köchin/Kellnerin arbeitete und macht trotzdem so eine Aussage. Ich bin aktuell in Reha weil das AMS daraufhin drängt mich in Reha zu schicken und Kur zu beantragen. Meine AMS Betreuerin sagt dass es nicht vernünftig sei mich arbeiten zu schicken und sie es nicht verantworten will dass es mir schlechter geht weil ich vor kurzem einen Zusammenbruch hatte und 2 Wochen stationär im Krankenhaus war und 6 Wochen in der Tagesklinik.

Meine Mutter drängt ständig daraufhin dass wir uns wieder vertragen sollen und dass sie doch auch wichtig ist für sie aber ich sehe nicht ein dass ich mich mit einer Person abgeben soll die meine Angelegenheiten nicht ernst nimmt, aber sie selbst muss immer beachtet werden. Und das größte war dann als sie meinte ich würde meine Mutter ausnutzen und Kinder sind das schlechteste was einem passieren kann. Meine Mutter saß daneben und hat nichts gesagt. Ich war so entsetzt über so eine Aussage. Ich lebe seit ich 19 bin alleine in einer Wohnung und komme eigentlich auch sehr gut zurecht. Meine Mutter half mir in der Wohnung und finanziell mit der Wohnung und ich zahle ihr alles seit 2 Jahren monatlich zurück und helfe ihr genauso wenn sie krank ist. Ich verstehe ihre Aussagen teilweise nicht weil sie doch sieht was ich tue abe sie sieht anscheinend immer nur meine Fehler.

Was soll ich tun wenn meine Mutter weiterhin darauf hin drängt mich mit ihr zu vertragen?

Antwort
Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LaraRaspberry98 am 10.07.2019, 18.09 Uhr
Hallo Anonym,

zwar kann ich dir keine konkreten Ratschläge erteilen, aber ich werde von meinen Mitmenschen genauso behandelt wie du, und ich kann dir nur schildern, wie ich persönlich damit umgehe. Also ich leide auch schon sehr lange an Depressionen und mache daher schon sehr lange verschiedene Therapien. Ich habe mir deinen Text durchgelesen und schätze dich auch so ein, dass du eher ein introvertierter Typ bist...? Introvertierte Menschen ecken leider überall wo an, besonders, wenn man gerade von "lauteren" und auch meines Erachtens arroganten Leuten umgeben ist. Zwar ist es bei mir schon wieder besser geworden - aber ich kann dir nur eines an das Herz legen: Solche Menschen sind es nicht wert, beachtet zu werden! Da sie ja aber die beste Freundin deiner Mutter ist, würde ich mal mit deiner Mutter persönlich reden und sie einmal mit der jeweiligen Thematik konfrontieren. Wenn ein Gespräch auch nichts nützt, kannst du vielleicht einfach auch mal einen Brief an deine Mutter schreiben - aus deiner eigenen Sicht, und das vielleicht noch mit der Bitte, mit ihrer Freundin einmal über dieses herablassende Verhalten zu reden. Da deine Mutter mit dieser, ich nenne sie jetzt einmal "Arroganten" gut befreundet ist, wird deine Mutter bei einer direkten Konfrontation mit ihr vielleicht mehr Erfolgschancen haben.

Ansonsten kann ich dir dann nur raten, dir eine harte Schale und etwas mehr Selbstbewusstsein an zu legen. Das hat bei mir sehr lange gedauert und ich höre mir bis heute noch sehr viele Vorwürfe an. Zu der Freundin deiner Mutter kann ich dir - so wie ich deinen Text gelesen habe - nur eines sagen: Ich kenne sie zwar nicht, aber ich glaube, dass hinter ihrer Fassade genau das Gegenteil von dem steckt, was sie versucht, dir gegenüber zu vermitteln. Arroganz hat nämlich den Vorteil, sich über andere Menschen hinweg setzen zu können - praktischerweise macht man sich dann unangreifbar. Vieles was von solchen Leuten dargestellt wird, ist nichts anderes als eine Facette. Und diese Leute sind dann meistens die Schwächeren - denn während sie mit einem Finger auf dich zeigen, zeigen sie zugleich immer mit den anderen vier Fingern auf sich selbst. - Aufmerksamkeit ist ihr oberstes Gebot, und wenn sie diese nicht bekommen, werden sie wehleidig. Als ich mir diese ganzen Menschen, welche sich scheinbar für etwas "Besseres" halten und die Fehler immer nur bei mir suchen, mal genauer angeschaut habe, ist mir klar geworden, dass es sich nicht lohnt, mir von DIESEN Menschen irgendwelche Thesen unterjubeln zu lassen. ...Ich habe irgendwann komplett auf Durchzug geschalten und praktischerweise nur noch mit Ironie geantwortet. Jedes mal, wenn ich selbst mit irgendetwas konfrontiert wurde, habe ich mir daraus einen Scherz erlaubt und diesen Leuten fiktiv den Spiegel vor die Augen gehalten. - Und ich weiß, dass das schwer ist. Auch bei mir hat es sehr lange gebraucht, bis ich dann irgendwann mal die Erste höhnische Bemerkung abgegeben habe. ...Heute denkt mein Umfeld natürlich, ich sei unglaublich unfreundlich und unnahbar. - Aber nach und nach lässt man mich in Ruhe, weil die Leute gemerkt haben. dass ich ihre Vorwürfe nicht ernst nehme und anstatt dessen nur noch mit Sarkasmus antworte (Sarkasmus verstehen viele Menschen ohnehin nicht). ...Irgendwann haben sie dann keine Lust mehr auf dich und lassen dich dann ganz in Ruhe. Die beste Freundin deiner Mutter schätze ich eigentlich nur so ein, dass sie krampfhaft Bestätigung braucht - sonst würde sie NIEMALS auf ihre ganzen Erfolge beharren. Als ich damals in der Schule bei einem Kunstwettbewerb gewonnen habe und dazu eine Urkunde bekam, musste ich diesen auch nicht jedem unter die Nase reiben, nur um dann von meinem Umfeld das Ganze noch bestätigt zu bekommen. - Ich wusste einfach: Ich hatte Erfolg. - Und weil ich das wusste, brauchte ich auch keine Bestätigung mehr. ...Menschen wie die beste Freundin deiner Mutter besitzen in Wahrheit nicht einmal annähernd Selbstbewusstsein, und das muss man sich als "Zielscheibe" für jegliche Vorwürfe bewusst machen.

Ich könnte jetzt noch Stunden darüber schreiben da ich selbst seit Jahren immer wieder in dieselbe Ziellaufbahn gerate, aber ich mache hier mal einen Punkt. Man darf sich von seinem Umfeld nicht unterkriegen lassen - die Meisten von ihnen sind ja im Grunde genommen auch nicht perfekt - sondern sie stellen sich nur so dar, damit man sie nicht angreifen kann. - Bestes Merkmal solcher Menschen: Sie können Kritik nicht annehmen. ;-)

Ich weiß nicht, ob dir das jetzt etwas geholfen hat - möchte damit eigentlich nur sagen, dass du da nicht die Einzige bist, welche mit Vorwürfen zu kämpfen hat.

Alles Gute!
Kommentar von Anonym am 10.07.2019, 18.31 Uhr
Hallo ja du hast mir sehr geholfen. Ich habe schon versucht meine Mutter darauf anzusprechen aber sie wechselt dann immer sofort das Thema. Ich habe mit meiner besten Freundin schon über besagte Person gesprochen weil sie sie auch kennt und sie sagt dass diese Person jemanden zum schikanieren und jemanden zum verfügbar sein braucht. das erste bin ich, das zweitere meine Mutter. Sie hat nur gemeint sie hofft dass meine Mutter bald genug die Augen aufmacht. Mich wurmt dieses Thema und ich versuche auch sie zu ignorieren aber meine Mutter gibt keine Ruhe und versucht auch ständig uns wieder zu versöhnen aber ich schalte stets auf stur aber hin und wieder lädt sie sie spontan ein und sagt kein Wort zu mir und dann fragt sie mich auch noch warum ich einfach gehe. Ich bin wirklich am überlegen ob ich nicht den Kontakt zu meiner Mutter komplett abbrechen sollte aber das will ich auch nicht. Sie hat mir eben sehr geholfen aber seit ihre Freundin stets präsent ist habe ich die Befürchtung dass es nur schlimmer wird. Das mit dem Brief könnte ich versuchen aber ich befürchte dass es nichts bringen wird... Trotzdem vielen Dank für die Antwort 🙂🤗


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von dietoni am 26.06.2019, 08.24 Uhr
Finde ich voll doof wie sich deine Mutter verhält. Wäre mir es egal, und wenn sie drauf drängt, scheiss drauf. Sie ist deine Mutter und sie sollte zu dir stehen!

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von zweiva am 25.06.2019, 08.43 Uhr
Kann dir doch egal sein die Tussi! Lass sie einfach links liegen. Musst dich doch nicht mit ihr abgeben. Geh einfach nicht mehr zu deiner Mutter wenn du weisst dass sie auch kommt. Und wenn sie kommt wenn du bei deinen Mutter bist, geh einfach! Sag deiner Mutter was Sache ist. Du sollst ihr als Tochter wichtiger sein als irgend eine besserwissende Freundin!

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von Zweimal am 30.07.2019, 10.48 Uhr
Ich würde die Person einfach so gut es geht ignorieren. Du darfst dabei aber nicht deine Mutter vergessen. Mit der solltest du weiterhin reden und dich auch mit ihr austauschen. Nur eben mit der zweiten Person nicht. Wenn du da beide ignorierst dann kann es schnell sein, dass sie deiner Mutter irgendwas einzureden versucht, was dann gegen dich geht.
Ich denke kaum, dass sich diese Person mit Depressionen auskennt, auch wenn sie noch so viele Talente besitzt, zumindest nach ihrer Ansicht. Ich würde die Person nicht ernst nehmen. Wenn du sie mal wieder sehen würdest, würde ich es ihr auch so zu verstehen geben. Kann aber nur nochmals betonen, vergiss dabei nicht deine Mutter.
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