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von Anna.laura am 27.09.2022, 20.47 Uhr

Kämpfen oder loslassen?

Vor genau vier Wochen hat sich mein Partner getrennt. Wir waren 2 Jahre zusammen und wohnten über 1 Jahr zusammen. Aus beruflichen Gründen ist er viel unterwegs gewesen was uns jedoch nicht hinderte eine glückliche Beziehung zu haben. Wir haben uns teilweise nur am Wochenende gesehen, haben aber jeden Tag lange telefoniert und uns immer gefreut wenn wir uns wieder gesehen haben. Seit ein paar Monaten ist es ihm möglich in der Nähe zu arbeiten und ist jeden Tag daheim. Im Nachhinein betrachtet lief es seither nicht mehr gut.
Ich hatte immer mehr das Gefühl er distanziert sich, freut sich nicht mehr so wenn wir uns sehen und unternahmen nur noch auf meine Bitte hin etwas zu zweit. Im Bett läuft es schon länger nicht mehr gut (darüber hatten wir gesprochen und er begründete es damals mit seiner - nicht erheblichen - Gewichtszunahme er würde sich einfach nicht wohl fühlen. Daraufhin habe ich ihn auch nicht mehr gedrängt, da ich dachte das macht es noch schlimmer). Er hat viele Hobbys, denen er auch nachgehen konnte. Jedoch hatte er dann ein schlechtes Gewissen da ich gern Zeit mit ihm verbracht hätte und daraufhin dann allein zu Hause blieb anstatt mich selbst mit Freunden zu treffen oder einem Hobby nach zu gehen.

Es fiel mir sehr schwer etwas ohne ihn zu unternehmen weil es Gewohnheit wurde mir nur Zeit für ihn zu nehmen. Durch die Wochenendebeziehung ist es schwer gewesen selbst soziale Kontakte zu pflegen und dadurch sind bei mir einige Kontakte verloren gegangen. Ich habe mich darauf konzentriert in die Arbeit zu gehen und anschließend alltägliche Dinge zu erledigen damit wir am Wochenende genug Zeit für uns haben. Er musste sich in dieser Zeit nicht um den Haushalt kümmern, ich habe alles für uns erledigt. Das war dann auch ein Streitpunkt als er immer hier war. Wir haben öfter wegen Kleinigkeiten gestritten da ich ihn gebeten hatte mich jetzt zu unterstützen...
Nichtsdestotrotz waren wir im letzten Jahr auch mehrmals getrennt im Urlaub, was auch gar kein Problem dargestellt hatte... Wir hatten trotzdem jeden Tag Kontakt und haben es und gegenseitig gegönnt, da es beruflich nicht anders ging.

Letzten Monat hat er mir gesagt er fühlt nichts mehr für mich. Ihm ergeht es schon länger so, hat auch schon mit seinem Vater darüber gesprochen. Mit mir natürlich nicht. Er ist kein Mensch der über seine Gedanken und Gefühle spricht, im Gegensatz zu mir. Gedanklich hat er also schon länger mit mir abgeschlossen deswegen fiel ihm die Trennung nicht so schwer. Ich erfragte mehrmals die Gründe wie es dazu kommen konnte und er sagte nur, er findet mich nicht mehr attraktiv und es liegt an ihm, er war schon immer so und wenn es vom Gefühl her nicht mehr passt zieht er ohne Rückzug einen Schlussstrich. Wir hatten eine sehr innige Beziehung, er hat sich zuvor auch noch keiner Frau so geöffnet wie mir, also finde ich es schade dass er gleich aufgibt und unsere mit ehemaligen Beziehungen gleichstellt... heißt er möchte nicht daran arbeiten obwohl ich ihm das angeboten hatte... Ich versuchte ihm klar zu machen, dass es keine Hollywoodbeziehung gibt und man immer an sowas arbeiten muss.

Ich habe erkannt dass ich sehr geklammert habe, da ich durch meine Kindheit Verlustängste entwickelt habe. Hab das schnell erkannt und arbeite seither daran.

So, jetzt zu den letzten Wochen... Ich bin gleich nach einer Woche aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Wir haben uns noch 2x getroffen um Materielles zu klären. Ich habe ihn seither nicht mehr angefleht es nochmal zu versuchen oder ihm gesagt wie sehr ich ihn vermisse... Keine unnötigen Nachrichten oder sonstiges. Ich hab ihm den Freiraum gegeben den er sich wünscht. Vor 2 Wochen hab ich ihn nach den restlichen Sachen gefragt die ich - nicht absichtlich - vergessen hatte und seither bekomme ich keine Antwort mehr... Ich verstehe nicht warum er mich komplett ignoriert und meine Nachrichten nicht mal mehr öffnet. Ich finde teils widersprüchliche Signale. Er hat mir beim letzten Treffen gesagt, ich solle mich noch nicht ummelden, da er beim Vermieter kein Fass auf machen will? Einen Tag vor der Trennung sagt er, ihm gefällt es nicht wenn ich mit meinem homosexuellen Freund im gleichen Hotelzimmer schlafe...
Ich will mir keine falschen Hoffnungen machen, da mein Kopf mir sagt ich bin ihm egal und er hat abgeschlossen mit unserer Beziehung, aber mein Herz findet alles widersprüchlich... für Freunde und Bekannte kam die Trennung auch plötzlich, da wir nie richtig gestritten haben und eigentlich immer glücklich miteinander wirkten. Jetzt würde mich interessieren wie es für euch als Außenstehende wirkt?

Danke schonmal an alle die sich den langen Text durchgelesen haben :)

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von Nornhie86 am 05.10.2022, 21.27 Uhr
Dadurch, dass ihr euch in der ersten Zeit nur selten gesehen habt, war die Aufregung und auch die Freude auf ein Wiedersehen selbstverständlich noch größer, als wenn ihr tagtäglich miteinander Zeit verbracht hättet. Zudem konnte jeder von euch seinen Tag und auch seinen Haushalt so gestalten, wie er es für richtig empfand. Durch die Veränderung, dass ihr euch plötzlich tagtäglich gesehen habt, musstet ihr eure täglichen Bedürfnisse aufeinander abstimmen. Womöglich fühlte sich dein Partner dadurch nicht mehr so frei und hat für sich gemerkt, dass ihr nicht zusammenpasst. Da er auf deine Nachrichten nicht reagiert, solltest du die Trennung eher akzeptieren und ihm nicht mehr hinterherlaufen. Dies ist auch für dich wichtig, um mit der Beziehung abschließen zu können. Tue lieber etwas Gutes für dich und hole das nach, was du während eurer Partnerschaft verpasst hast, weil du dir immer Zeit für deinen Freund nehmen wolltest.


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von Lauriane am 04.10.2022, 22.05 Uhr
Von einer Fernbeziehung, auch wenn sie lange gedauert hat, gelingt nicht immer der Wechsel in eine normale Beziehung, in der man sich täglich sieht. Was früher eine Nichtigkeit war, dominiert jetzt den Alltag und ist sehr wohl wichtig. Vorher wurde über Gewohnheiten, die genervt haben, hinweg gesehen, da ihr nur kurze Zeit miteinander gehabt habt. Sieht man diese Gewohnheiten plötzlich jeden Tag, lässt es sich nicht mehr so einfach ignorieren, was an dem Partner nervt.

Um jemanden zu kämpfen, der keine Gefühle mehr für den Partner hegt, ist meist ein aussichtsloses Unterfangen. Versucht eure Angelegenheiten miteinander zu klären und vielleicht einen freundschaftlichen Umgang miteinander zu pflegen.

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von PattyP am 29.09.2022, 16.39 Uhr
Natürlich ist eine Trennung nie leicht, doch vielleicht hilft es dir ein wenig, wenn ich dir folgende Zeilen mit auf den weg gebe.
Was für dich im Moment an erster Stelle stehen sollte, bist du selbst.
Denk darüber nach, was für dich im Leben wichtig ist, was dir guttut und vor allem mach Dinge, die dir Spaß machen. Verzichte nicht auf deine Hobbys. Du hast deine Kraft dafür geopfert, um eine Beziehung zu retten, die dein Freund schon lange aufgab. Nun ist es Zeit los zu lassen und dein Leben zu leben. Glaube an Dich selbst. Du bist ein toller Mensch!
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