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von Fragenkuerbis am 13.06.2018, 16.06 Uhr

Sollte man Angst vor dem Tod haben?

Guten Tag an alle,
eine ein bisschen andere Frage - ich bin zwar nur 24 Jahre alt, denke aber fast immer daran, was nach dem Tod kommt. Ich weiß eigentlich nicht wie ich das ausdrücken soll, aber meine Angst besteht vor allem darin, dass niemand weiß, was kommt. Ich bin seit meiner Geburt Atheist und weiß sehr genau, dass wir uns diese Religionen usw. ausgedacht haben (ich habe nichts gegen die Gläubigen, wenn sie niemanden zu ihrem Glaube zwingen). Und gewissermaßen bereitet mir gerade dies die Angst davor, was danach kommt. Es könnte seltsam klingen, aber als Kind hatte ich keinerlei Probleme, sich mit dem "Nichts" abzufinden. Je älter ich bin, desto mehr habe ich Angst vor dem Nichts ... Ja, man könnte auf diesen Satz sagen "wenn es nichts gibt, muss du dich nicht fürchten, weil es auch nichts gibt!" Vielleicht liegt das Problem darin, dass wir die so komplizierten Lebewesen sind, dass uns "Nicht-Mehr-Existieren" sehr seltsam vorkommt? Ich entschuldige mich für den langen Text, aber es ist keinesfalls einfach, alle diese Faktoren zu erwähnen.

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von Zeliah am 18.06.2018, 15.23 Uhr
Eine interessante Frage, die jeder Mensch für sich selber klären muss. Es ist sicherlich schöner, wenn man weiß, dass ein Teil von einem noch weiterlebt. So sind Kinder eine schöne Sache oder auch ein bestimmtes Projekt, welches man ausführt. Gerade das "Vergessen werden" ist ein schlimmer Gedanke, wenn man dann etwas getan hat, was in Erinnerung bleibt, ist das etwas, was einem das Ganze erleichtert, finde ich.

Der Tod gehört zum Leben dazu, wenn Du immer nur an das Ende denkst, kannst Du Dein Leben nicht genießen, dabei ist es doch das, was man zu schätzen wissen sollte. Darüber nachdenken ist in Ordnung, aber wenn man davon sein Leben bestimmen lässt, dann ist das auch nicht gut. Genieße Dein Leben, denn das ist das, was wichtig ist!
Kommentar von Fragenkuerbis am 19.06.2018, 12.11 Uhr
Ich muss etwas erklären - wenn es einen solchen Fall gäbe, dass ich sterben würde, und nichts von mir bleiben würde (ich meine die Beispiele, wie z.B. meine Kinder, Erinnerungen an mich usw.), daran stört mich nichts. Ich hätte eigentlich keine Probleme damit, in Vergessenheit zu geraten, glauben Sie mir oder nicht, das wäre kein Problem für mich. Mich quält nur, dass ich mir das "Nichts" nach dem Tod nicht vorstellen kann. Das liegt aber daran, dass wir Menschen wirklich komplizierte Lebewesen sind (wenn es z.B. ums Gehirn geht). Man könnte sich damit trösten: "Warum hast du Angst vor dem Nichts? Das war auch vor der Geburt! Und wie war das? Naja, du kannst dich an nichts erinnern, weil du einfach (noch) nicht da warst! Und das Gleiche gilt nach dem Tod, du wirst (nie mehr) da sein! Also wo ist das Problem?" - und das habe ich schon ebenfalls kurz beschrieben - wir Menschen denken zu viel nach ... über einfach alles.


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von Merle91 am 14.06.2018, 09.34 Uhr
Schönen Guten Morgen Fragenkuerbis ;),

eine sehr interessante Frage stellst Du da. Du bist damit nicht der einzige der daran des Öfteren denkt.

Ich glaube das hat aber damit zu tun, wenn du ehrlich mit dir bist, und innerlich weißt, dass du deinen Sinn im Leben noch nicht gefunden hast. Die Vorstellung irgendwann zu sterben, aber das ganze Leben irgendwie nur die Erwartungen der anderen erfüllt zu haben, ist eine schreckliche Vorstellung, und mit diesem Gedanken haben viele ältere Menschen zu kämpfen.

Zum Beispiel ist der Job den du gerade machst furchtbar, und du weißt das innerlich.

Viele glauben auch sie müssten die Erfolgreichsten überhaupt werden: das ist einzig und alleine die Definition nach außen. "Mein Haus, mein Boot, mein Auto..."

Dabei ist das wahre Glück im Leben, anderen Menschen zu helfen und glücklich zu machen und dabei selbst auch Glücklich zu sein: Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst.
Ja, ich weiß, du bist nicht gläubig. Ich auch nicht; aber das was die Religionen verbindet, ist das sie viele Wahrheiten enthalten. Der Glaube an sich ist nicht schlecht, aber die Institution dahinter.

LG Merle
Kommentar von Fragenkuerbis am 14.06.2018, 14.55 Uhr
Ich bin glücklich, was mein Leben allgemein angeht. Ich habe ebenfalls viele Freunde und fast keine großen Probleme in der Familie. Mich hat dieser Fakt nur wirklich lange beunruhigt, dass ich nicht mehr existieren werde. Es ist zwar natürlich zu sterben, aber eine seltsame Vorstellung, wenn man darüber so nachdenkt.
Zu den Religionen: Ja, ich bin Ungläubiger, habe aber prinzipiell nichts dagegen, an etwas zu glauben. Was mich aber wirklich stört, ist, dass diese durch Institutionen missbraucht werden: z.B.: "Gib der Kirche das Geld, sonst wirst du in der Hölle enden!" usw. Ja, diese Geschehnisse machen mich einfach traurig und ein bisschen wütend ... aber was kann man dagegen tun, nichts. Aber wie ich schon gesagt habe: "Wenn jemand an etwas zwar fest glaubt aber niemanden dazu zwingen will, habe ich nichts gegen und tue ihm nichts Böses".

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von SchokomitKeks am 13.06.2018, 16.21 Uhr
Beschäftige dich lieber mit Dingen die im Leben Spaß bereiten als an den Tod zu denken. Warum sollte man denn Angst vor dem Tod haben? Ich habe zumindest keine Angst davor zu sterben. In der Regel tut es ja wohl auch nicht weh zu sterben. Man schläft ein und wacht eben nicht mehr auf. Daher habe ich vor dem Tod auch keine Angst.
Kommentar von Fragenkuerbis am 13.06.2018, 16.36 Uhr
Ich habe in meinem Leben viele schöne Dinge erlebt. Aber wenn man einmal beginnt, darüber nachzudenken, was wir alles sicher nicht wissen, bereitet mir dies Angst. Sonst gibt es keine Probleme. Ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass man einfach einschläft und nie mehr aufwachen wird (der Zustand ähnlich wie "Narkose" oder "Nacht ohne Träume"). Das Problem bei mir ist gerade dies, glaube ich, sich mit dem "ewigen Nichts" abzufinden und sich dieses vorzustellen.
Kommentar von SchokomitKeks am 13.06.2018, 16.40 Uhr
Aber warum beängstigt dich das? Du bekommst das alles doch nicht mit?!? Wenn man tot ist, ist man tot. Da merkst du nichts mehr!
Kommentar von Fragenkuerbis am 13.06.2018, 16.56 Uhr
Und das sage ich mir dann immer auch. Ja, diese Information, dass man einfach nichts mehr mitbekommen kann oder lösen muss, ist beruhigend. Mir kommt nur diese Vorstellung darüber sehr seltsam vor, und zwar vor allem in dem Fall, wo man von einer Sekunde auf die andere weg ist. Ich muss aber sagen, dass Sie mich beruhigt haben, also vielen Dank für Ihre Antworten und noch mehr für Ihre Geduld! Man muss einfach mit anderen darüber diskutieren (das ist einer der Gründe, weswegen ich zufällig auch hier geschrieben habe).

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von TomStarke am 13.06.2018, 16.18 Uhr
Das ist eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage. Viele haben sicherlich schon einmal darüber nachgedacht, was nach dem Tod kommen könnte. Normalerweise macht man sich diese Gedanken aber mit zunehmendem Alter, also eher in höherem Alter. Als junger Mensch sollte man an andere Dinge denken als an den Tod. Warum auch, denn sterben muss jeder von uns mal. Warum also darüber nachdenken und wertvolle Lebenszeit damit verschwenden? Warum hast du denn diese Angst vor dem Tod beziehungsweise warum beschäftigt dich das denn so? Hast du in der vergangenen Zeit vielleicht Erfahrungen mit dem Tod machen müssen? Bist du mit dem Tod eines geliebten Menschen konfrontiert gewesen? Vielleicht hast du einen Menschen aus deinem näheren Umfeld verloren und musst deswegen ständig darüber nachdenken?
Kommentar von Fragenkuerbis am 13.06.2018, 16.31 Uhr
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Ich schreibe das sofort - ich habe auf einmal begonnen, an den Tod zu denken, und seit dieser Zeit ließ mich das nicht in Ruhe. Aber was meine Erfahrungen betrifft, habe ich keine erlebt, die Sie genannt haben. Das Problem ist eigentlich, dass ich mir das "Nicht-Mehr-Existieren" kaum vorstellen kann. Ich weiß, man sagt z.B.: "das Gleiche wie vor der Geburt - dich gab es nicht!", aber trotzdem ... kommt mir dieser "Zustand" wirklich seltsam vor ...

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von Bisido am 13.06.2018, 16.14 Uhr
Ich kann deine Bedenken und Angst vor dem Tod nicht teilen. Warum sollte man Angst haben. Sterben müssen wir alle einmal. Der Tod gehört ebenso zum Leben wie die schönen Dinge.

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