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von emrymam

Wie soll ein Außenseiter mit seinen Leiderfahrungen umgehen, für die es leider keinen Platz gibt?

Mal anders gefragt: Wenn sich ein Mensch in der ungünstigen Position befindet, über etwas im Leid zu sein/von etwas leidvoll ergriffen zu sein, das gesellschaftlich aber nicht als solches Leid akzeptiert wird, wie und wo(mit) soll sich dieser Mensch helfen, da ja selbst die Situation über das eigene Leiden nicht reden zu können weil es einem die norm Gesellschaft verbietet, noch mal zusätzliches Leiden mitsichbringt.

Hier noch mal stichpunktartig:
1. Ein Außenseitermensch leidet durch etwas (z).
2. (z) wird gesellschaftlich nicht als Leid anerkannt oder im Leid darüber zu sein wird nicht akzeptiert d. h. bei einem Outing wird der Mensch verspottet, beschuldigt, - befindet er sich im psychiatrischen Apparat wird seine Reaktion auf (z) und alle weiteren Reaktonen, zu seiner Diagnose dazugerechnet. Er wird pathologisiert.
3. Das WIE die Normgesellschaft mit den Leiderfahrungen des Menschen umgeht führt bei dem Menschen zu zusätzlichen leiden. Gegen die er im Moment nicht weiß anzugehen.

In dem Fall den ich meine, ist der Mensch leider bereits pathologisiert d. h. entmündigt und dadurch weiter an den Rand geträngt wie ein Lügner. Die Anwaltsuche um gegen (z) zu klagen gestaltet sich schwierig. Auf Erfolg (Gerechtigkeit) ist ohnehin nicht zu hoffen, doch selbst das Klagen ist teils total boykottiert.

Ein Klage DURCHBRINGEN wäre aber zumindest DER symbolische Akt (gewesen) um wenigstens ein wenig, das eigene Leid zu mindern, jedoch wird diese Handlung ebenfalls gesellschaftlich boykottiert.

Wie soll damit umgegangen werden dass es immer nichts wird?
Es heißt ja immer Suizid sei keine Lösung. Nur wenn das Dasein unerträglich ist, liegt die Hoffnung an der Suizidhandlung die zwar keine Gerechtigkeit schafft, doch zumindest ein Ende des Ertragenmüssen des Leidens in Aussicht stellt.

Antwort
Antwort
von Friendster
Gesellschaftlich ist vieles leider noch nicht normal und anerkannt. Menschen, die eine andere Hautfarbe haben als Weiß werden immer noch komisch angesehen, für dumm erklärt und nicht verstanden. Bei psychischen Problemen kommt hinzu, dass man diese oft nach außen hin nicht sofort erkennt, der Betroffene überspielt. Ich möchte dir aber eines ans Herz legen, es gibt für jedes Problem eine Lösung. Ein Anwalt ist eine gute Idee, allerdings sollte man sich auch mal an eine Beratungsstelle wenden, es gibt psychische Beratungsstellen, es gibt die Diakonie und etliche Vereine zu verschiedensten Themen. Du bewegst dich im Internet, also sieh mal nach, was es bei dir gibt. Solltest du akute Selbstmordgedanken haben, dann lass dir bitte helfen. Ruf ein Sorgentelefon an, die haben nicht nur leere Worte, sondern gute Ratschläge. Kein Mensch der Welt ist es wert, sich wegen der Person umzubringen. Du bist es wert zu leben und du hast deine Berechtigung. Damit man nicht alleine kämpft, gibt es gerade von Seiten der Diakonie viele Hilfen, alles online zu finden. Gib dich nicht auf!

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