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von whiterose am 22.09.2017, 19.15 Uhr

Ich mag mein Oma nicht mehr so gern (und jetzt hat sie Krebs) wie soll ich mich verhalten?

Hey,

ich wollte einfach mal andere Personen zu meinem Problem befragen (oben genannt), vielleicht könnt ihr mir ein paar neue Perspektiven aufzeigen wie ich mit allem ein bisschen besser klarkommen kann.

Zu meinem Problem: Früher waren ich und mein Bruder fast jeden Tag bei meiner Oma. Wir haben sehr viel Zeit bei ihr verbracht mit spielen etc. Als wir beide dann aber auf weiterführenden Schulen waren, sind wir immer weniger nachmittags zu ihr gegangen, auch weil ich z.b nachmittags Schule hatte und mein Bruder einach keine Lust mehr (er ist übrigens 2 Jahre älter wie ich). Ich hab sie dann öfters noch nachmittags besucht oder bin am Wochenende zu ihr gegangen.

Das Problem ist einfach bei ihr das Sie immer einen kritisiert, einen nie so lässt wie man ist oder auch nicht sagt ich hab dich lieb oder toll gemacht. Das ging schon früh los als ich noch klein war und Bilder gemalt habe oder irgendwas gebastelt habe was ich ihr schenken wollte. Es war nie gut genug alle anderen waren immer besser. Das gleiche hat sie übrigens bei meiner Mutter auch schon gemacht als sie klein war. Ich bin dann jedenfalls nicht mehr oft zu ihr gegangen weil sie mich immer kritisiert hat war früher auch dicker wie andere Kinder/Jugendliche, sie wollte mich dauernd auf Abnehm-Kur schicken und hat gejammert das ich sowieso nichts Schönes zum Anziehen habe bzw. finde und das ich ja als Baby so schön dünn gewesen wäre und jetzt so aussehen würde und sie sich schon gefreut hätte das ich nicht so dick wie meine Mutter werden würde (sie war als Kind auch ein bisschen dicker, jetzt aber nicht mehr was aber auch bei ihr mit der Ernährung zu tun hatte). Das ging dann die Jahre so weiter, sie redete schlecht über mich mit meiner Mutter, was dann die ausschlaggebenden Punkte waren das ich sie nicht mehr mochte waren:

- das ich sowieso keine Ausbildung finden würde so wie ich aussehe
- das sie nicht gemeint hätte das mich jemand einstellen würde (hab zu diesem Zeitpunkt natürlich eine Ausbildung gefunden)
- wieso ich überhaupt eine Mittlere Reife abgeschlossen habe weil das eine Frau ja nicht braucht
- das mein Beruf keine Beruf für eine Frau ist (ich arbeite Handwerklich) - sie intressiert sich nicht für meinen Beruf oder wies mir dort geht oder überhaupt wies einem geht - sie redet nur über ihre Probleme
- das ich mich dort anderweitig anstrengen muss, weil mir ja nichts geschenkt wird (weil ich nach ihrer Meinung damals nicht gut aussah)
- das ich meine Waden verdecken muss weil die nicht schön aussehen und deshalb darf ich auch kein Kleid tragen (als meine Eltern Silberhochzeit feierten habe ich ein Dirndl angezogen sie sagte mir das ich gut aussehen würde und als ich meinen Abschluss hatte, hatte ich mir ein anderes gekauft, und dann sagte sie mir, dass sie froh sei das ich das nicht mehr angezogen habe weil ich ja da so hässlich drin ausgeschaut habe

und noch vieles mehr...

Sie intressiert sich auch nur für sich wies meiner Mutter oder mir oder irgendjemanden geht ist ihr egal. Wenn man zu ihr geht kommt als ersten mir gehts so schlecht und wenn man sie kritisiert egal bei was fängt sie zum weinen an. Es ist auch immer so das sie einem Geld geben will wenn man sie besucht und deshalb habe ich es dann noch weniger gemocht zu ihr zu gehen weil ich nicht wollte das sie mir dauernd Geld gibt qasi dafür das ich sie besuche. Sie erwartet dann nämlich wenn sie einem etwas gegeben hat das man auch häufger zu ihr kommt sie will denke ich Liebe erkaufen.

Vor einigen Jahren war es dann schließlich so, dass sie sich an ihrer Hüfte operien lassen wollte was sie auch gemacht hat erst lief alles gut aber dann kamen Krankenhaus Keime in ihrer Wunde und sie lag insgesamt ein dreiviertel Jahr im Krankenhaus. Sie wurde dann immer depressiver. Am Anfang bin ich oft mitgefahren. Das Problem war allerdings das es mir zu dieser Zeit auch nicht besonders gut ging und sie mich dann nur noch mehr runtergeogen hat mir ihrer depressiven Art und dann bin ich nur alle zwei Wochen mitgekommen, meine Mutter war aber fast immer bei ihr sie hat sie qasi vereinnamt. Ich hätte meine Mutter zu dieser Zeit aber auch gebraucht, ich musste dann selber klar kommen unsere Familie ist in dieser Zeit dann auch gewissermaßen auseinander gebrochen (jetzt ist zum Glück alles wieder normal).
Als sie dann nach hause kam gings ihr auch nicht besser weil sie sich aufgegeben hatte und weil sie gewissermaßen mit keinem mehr Kontakt hatte meinte sie das meine Mutter für sie verantwortlich sei was nicht ging weil sie nicht mehr die Zeit und die Kraft hatte auch noch das zu bewältigen, sie sagte auch solche Sachen wie, wäre ich damals doch besser gestorben oder wenn ich mal sterbe liege ich erst ein paar Tage in meiner wohnung bis mich einer von euch finden würde u.s.w.

Mitlerweile ist meine Muter physisch und psychisch selber am Ende weil sie auch eigene Probleme hat aber meine Oma macht ihr immer wieder Schuldgefühle wieso sie nicht mehr Zeit mit ihr verbingt. Und auch weil sie immer alleine ist, sie intressiert sich für nichts und macht auch sonst nichts mehr alleine, deshalb braucht sie qasi "Unterhaltung".

Jetzt haben wir die Diagnose bekommen das sie Krebs hat (wobei sie auch lange nicht mehr beim Arzt zum Konrtolltermin war) und der deshalb auch noch mehr gewachsen ist weil sie zu lange gewartet hat. Ich weiß nicht wie ich mit ihr umgehen soll, es ist schon einerseits schlimm für mich wenn sie nicht mehr da ist weil ich als Kind ja auch so viel Zeit mir ihr verbracht habe. Die letzen Jahren waren halt einfach nicht mehr mit ihr zum ertragen. Und wenn das jetzt genauso wird wie damals als sie auch im Krankenhaus war, weiß ich nicht ob meine Mutter das noch schafft. Ich weiß halt nicht ob ich es bereuen werde keine Zeit mehr mit ihr verbracht zu haben.

Danke wenn du bis hierhin gelesen hast ;) es ist einfach ein umfangreiches Thema.

Jetzt würde ich gerne von euch wissen ob jemand eine ähnliche Situation hatte oder ob ihr mir einfach ein paar Tipps geben könnt.

LG W.

Antwort
Antwort
von wedowid am 25.09.2017, 12.29 Uhr
Tief in deinem Herzen magst du deine Oma immer noch gern! Allein, dass du dir so viele Gedanken um sie machst, spricht dafür.

Die Zeit mit ihr in deiner Kindheit war schön. Aber aus Kindern werden Erwachsene und Omas werden älter und verändern sich. Deine Oma wollte gewiss das Beste, wenn sie dich kritisiert hat. Leider hat sie den falschen Ton getroffen, dir das zu sagen.

Du glaubst, sie möchte dich kaufen, wenn sie dir Geld gibt? Wie sollte sie dir sonst zeigen, dass sie dich liebt? Ihr bleibt wenig Zeit. Verzeih ihr, umarme sie, solange du es noch kannst!
Kommentar von whiterose am 01.10.2017, 17.47 Uhr
Danke für deine Antwort und das du dir alles durchgelesen hast. :)

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