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von VanilleWitch am 30.07.2020, 13.23 Uhr

Hausverbot im Supermarkt rechtens weil ich Artikel nicht zurückstellen wollte die ich nicht bezahlen konnte?

Ich hatte an der Kasse nicht genug Geld und musste 2 Artikel aus der Rechnung nehmen lassen.
Mir wurde unwirsch und nicht grade freundlich der beiläufige Befehl erteilt, ich wäre dazu verpflichtet, die 2 Artikel wieder zurückzustellen.
Nach einigen Trigger-Explosionen in meinem Unterbewusstsein erstarrte ich kurz zur Salzsäule und habe die Artikel dann vor der Kasse in einen Korb gelegt, mit den Worten "ich muss das nicht machen". Mir wurde dafür Hausverbot erteilt.
Ist das rechtlich überhaupt haltbar für das Management?
Ich werde wohl ab jetzt mit dem Bus weiter weg einkaufen, da ich mich in der Supermarkt Filiale nicht mehr wohlfühlen würde, auch wenn ich erkämpfen könnte weiter dort einkaufen zu dürfen.
Aber aus Interesse - darf die mir offizielles Hausverbot dafür geben?
Aus meiner Perspektive war es halt einfach so, dass sie unterschwellig trans/homophob zu mir war und es in erster Linie nicht meine Pflicht ist, Artikel in Regale einzuräumen, weil ich schlicht und ergreifend nicht in dem Laden angestellt bin, sondern dort einkaufen gehe.
Ich meine, man kann mir gerne sagen ich bin egoistisch, aber wieso sollte ich kein Recht haben, fernab von vertraglichen Verpflichtungen, selbst zu entscheiden, wem ich einen Gefallen tu und wem nicht? Weiß da jemand juristisch Rat?

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von amelie am 31.07.2020, 22.47 Uhr
Schon unverschämt ich würde da auch nimmer einkaufen. Hätte bestimmt genauso reagiert. Aber warum hast du die Sache nicht zurücklegen lassen umd hast die später abgeholt?
Kommentar von VanilleWitch am 01.08.2020, 01.09 Uhr
Es war mein letztes Kleingeld und ich wollte nur auf die schnelle Tomaten und Milch kaufen. Ich bin in der Öffentlichkeit auch schnell reizüberflutet
und versuche mich dann möglichst an mein kleines "Programm" zu halten und mich nicht zu sehr zu verteilen.
Naja ich geh jetzt zu einem anderen Supermarkt, etwa 5-10 Minuten weiter weg. Spaziergänge schaden ja auch nicht ; x


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von Nussini am 30.07.2020, 14.47 Uhr
Ja dürfen sie.
Ich finde immer der Ton macht die Musik. Sicher hast du das etwas schroff oder gar aufmüpfig formuliert und deswegen Hausverbot bekommen. Ich kann mir nicht vorstellen wenn du freundlich abgelehnt hättest - aus Zeitgründen was auch immer - die dir dann Hausverbot erteilt hätte. Da muss noch mehr vorgefallen sein. Kann das sein? Bloß weil man sein Geld zuhause vergessen hat bekommt man doch sicher kein Ladenverbot.
Kommentar von VanilleWitch am 30.07.2020, 14.57 Uhr
Nein gar nicht. Ich hab es nüchtern und sachlich ausgesprochen und die Sachen ruhig und ohne impulsive Gesten in den Korb gelegt.
Kommentar von VanilleWitch am 30.07.2020, 15.04 Uhr
Und wenn es um den Ton in der Musik geht, hätte sie ja auch das Ganze als Frage formulieren können, in etwa: "Könnten sie das vielleicht zurück ins Regal bringen ich hab keinen Bock das zu machen? Wäre sehr nett" ehm ok. Dann lass ich mit mir reden.
Aber sie hat mich halt von vornerein abgefertigt als wär ich dort in irgendeiner Weise Teil vom Staff, Praktikantin, etc.
Den falschen Ton hat in dem Fall wirklich die Kassiererin getroffen.
Und wenn es um da pure "müssen" geht - muss ich das eben nicht, weil ich nicht dort arbeite.
(sie hat behauptet, ich "muss" das) ich denke, dass ein sexistischer / homophober Bias eine Rolle gespielt hat, auch wenn sich das nicht sicher sagen lässt.
Kommentar von Benschi am 30.07.2020, 15.24 Uhr
Tja manchmal passt jemandem eben dein Gesicht nicht. So ist das Leben! Nimms nicht so tragisch .. das Leben geht weiter. Klar regst du dich auf, aber da musst du einfach drüber stehen. Geh halt in Zukunft wo anders einkaufen.

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von Sternfahrer am 30.07.2020, 14.43 Uhr
Klar können die das, schließlich hat der Supermarkt das Hausrecht für seine Verkaufsräume. Aber abgesehen davon, was hat dich denn abgehalten die Artikel die du aus dem Regal genommen hast dort wieder zurückzustellen? Davon wäre dir sicher kein Zacken aus der Krone gebrochen. Tja, dann muss du wohl ab sofort in einen anderen Supermarkt einkaufen fahren.
Kommentar von VanilleWitch am 30.07.2020, 14.56 Uhr
Erst einmal danke für die Antwort. Es war so ein "ich will das jetzt nicht machen" Moment.
Es war auch die Art und Weise wie die Kassiererin es von mir verlangt hat, nichtmal als Frage sondern als Befehl geäußert. ich habe keine Verpflichtung Leuten einen Gefallen zu tun, von denen ich nicht weiß ob ich sie privat mögen würde.
Ich wollte mich nicht zum Idioten machen. Wenn sie keine stornierten Artikel in Regale stellen will, sollte sie halt nicht im Supermarkt arbeiten.
Ich hab das ja nicht absichtlich gemacht. Ich hab mich verrechnet, um 60 cent oder so, das passiert, vor allem mit einer Dyskalkulie.
Ich wurde in meinem Leben viel und oft manipuliert und ausgenutzt und habe manchmal einfach einen Freeze-Moment wo totale Verweigerung der einzige Weg ist, mir noch ein Fünkchen eigenen Verstand zu behalten.
Ich find es halt krass, dass ich deswegen Hausverbot bekomme. Wie lange? 2 Jahre? Lebenslänglich? Hausverbot dafür etwas nicht zu tun, was nicht meine gesetzliche oder vertragliche Pflicht in Beziehung mit der Filiale darstellt, Hausverbot ansonsten für Leute die sich krass daneben benehmen oder Diebstähle begehen - das finde ich einfach grotesk und es zeigt, dass diese Person das Hausrecht des Geschäfts dazu missbraucht hat, ein Machtspiel mit mir zu spielen und Druck auf mich auszuüben.
Es geht nicht um Zacken in der Krone - ich bin kein König. Es geht um sehr schnelllebige soziale Dynamiken, die, wenn ich sie nicht im Auge behalte, mein Leben langfristig negativ beeinflussen, schwerwiegender als das Hausverbot in einem Supermarkt.
Ich kann es verstehn, dass ich, wenn ich das Zeug nicht wegbringen will, nicht ihr Lieblingskunde bin. Ok. Aber die Reaktion finde ich überzogen und zeigt eindeutig (ich war dort Stammkunde), dass der Mensch mir gegenüber schon negativ voreingestellt war und nur auf eine Gelegenheit gewartet hat.
Ich arbeite dort nicht und habe keine Pflichten zu erfüllen, außer mich korrekt zu verhalten, nichts zu beschädigen, nichts zu stehlen und für meine Artikel zu bezahlen. Darum geht es mir einfach in erster Linie. Ich habe dort noch nie für Ärger gesorgt und musste auch noch nie stornierte Ware in die Regale einräumen.
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