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von elle am 19.02.2020, 10.56 Uhr

Ist der Text über das Mittelalter so in Ordnung?

Alle Quellen stammen aus dem späten Mittelalter, aus der Zeit von ungefähr 1300-1600. Die Zeit von 1300-1600 wird manchmal auch die Zeit der ersten Globalisierung genannt. Sie heißt so, weil der europäische Handel in dieser Zeit in Beziehungen eingebunden war, die bis Bagdad und bis nach Peking reichten. Man könnte hinzufügen, dass über das Mittelmeer Handel stattfand und dass Europa mit Afrika südlich der Sahara im Austausch stand. Im 16 Jhdt. kam der Handel mit Karibik und Südamerika dazu. Europa importierte vor allem Zucker, Edelsteine und Silber. Die Zeit zwischen 1300 und 1600 wird in der Wirtschaftsgeschichte aber nicht nur als Zeit der ersten Globalisierung charakterisiert, sondern außerdem noch als Zeit der kommerziellen Revolution. Diese Revolution bestand hauptsächlich darin, dass Kaufleute sesshaft wurden. D.h. sie zogen mit ihren Waren nicht mehr über das Land, sondern die erledigten ihre Geschäfte von ihrem Büro aus. Und das wiederum konnten sie nur tun, weil sie mit anderen zusammenarbeiteten. Beispielweise der Kölner Kaufmann wollte Draht, Kupfer und Baumwolle verkaufen. Dazu reiste er jetzt nicht selbst, er schickte die Ware mit einem Co-Unternehmer an die Stelle und dort nahm sie sein Kollege entgegen und verkaufte sie in seinem Namen dann weiter an englische Kaufleute.
Die Geschäfte von dem Kölner-Kaufmann liefen im Grunde alle gleichzeitig ab, weil andere für ihn in seinem Namen handelten. Sein Handel expandierte. Die Kaufleute begannen verstärkt mit anderen zusammenzuarbeiten, doch es änderte sich eine zweite Sache: Nicht nur ihr Handel expandierte, sondern auch ihre Schreibproduktion. Die Kaufleute schrieben viel mehr. Sie schrieben z.B. Hilfe an ihre Vertreter oder sie rechneten mit ihnen ab, deshalb wissen wir über den Handel dieser Zeit wesentlich mehr als über den Handel im Frühen- und Hochmittelalter.
Die erste Quelle stammt von Benedetto Cotrugli: Er lebte und handelte im 15 Jhdt. in Ragusa und Neapel. Cotrugli verfasste auf Italienisch ein Handbuch „Vom Handel und vom perfekten Kaufmann“. Darin gab er seinen Kollegen Tipps und Hinweise, wie man sich als Kaufmann am besten zu verhalten hat. Viele schrieben früher solche Handbücher. Hier erklärten sie seinen Kollegen, wie lange es z.B. von einem Ort zu anderem Ort dauerte oder welche speziellen Bräuche es zu beachten gab. D.h. sie kooperierten schon darin, dass sie sich gegenseitig Tricks und Tipps gaben.
Wenn ein Kaufmann in einer anderen Stadt Geschäfte machen wollte, in der er nicht wohnte, konnte er also mit einem Kollegen aus dieser Stadt eine Handelsgesellschaft gründen oder er konnte einen von ihnen bevollmächtigen an seiner Stelle in seinem Namen zu handeln.
Die Kaufleute versorgten einander nicht nur mit Ware und Geld, sondern auch mit Informationen. Wichtiger als die Handbücher waren die Briefe, die sie einander schickten. Sie informierten ihre Kollegen über aktuelle Gelegenheiten im Handel.
Die Quellen zeigen, dass bei aller Kooperation unter Kaufleuten, einzelne Kaufleute und einzelne Städte durchaus in Konkurrenz zueinanderstanden. Jeder Kaufmann wollte zunächst Gewinne machen und die konnte er vor allem dann einfangen, wenn seine Heimatstadt eine gute Position einnahm im internationalen Handel. Aber damit er Gewinne machen konnte, lohnte es sich am meisten mit anderen zusammenzuarbeiten. Wenn er mit anderen kooperierte, dann konnte er an Orten Handel betreiben, an denen er selbst nicht anwesend war. Er erhielt auch somit Informationen aus verschiedenen Ecken Europas.
Schon früh wurden die Kaufleute in diese Zusammenarbeit hineinsozialisiert. Ein Kaufmann wurde ausgebildet, indem er bei einem anderen mitarbeitete. Er lernte vor allem in der Praxis.
Grundvoraussetzung für diese Kooperation: Die Kaufleute konnten nur deshalb quer durch die Europa handeln und mit anderen zusammenarbeiten, weil die Städte sie dabei unterstützen und weil die Städte häufig miteinander kooperierten.

Antwort
Antwort
von Stephan Pinkwart am 24.03.2020, 01.32 Uhr
Wenn ich keine Ahnung von dem Thema habe, würde ich sehr viele Probleme haben, es zu verstehen.

Ich schätze mal, das du diesen Vortrag vor Schülern in der 8/9 Klasse präsentieren sollst.

Natürlich kann ich mir beim Lesen Gedanken machen und mir aus dem Text Bilder machen, um es zu verstehen. Wenn du es vorträgst, muss es einfach sein und die Schüler müssen es in jeder Sekunde verstehen.

Ich sage immer wieder sehr plastisch. Stell dir vor, das du selber als Zuschauer in deinem eigenen Votrag sitzt. Würdest du dann, diesen Text genauso vortragen. (Mit der Kenntnnis, das du von der Materie keine Ahnung hast).

Bitte einfacher schreiben ;)

Fangen wir mal an am Anfang:

Am Anfang muss gleich ein Eisbrecher sein. Ich muss gleich die Zuschauer/Mitschüler in meinen Vortrag ziehen und Spannung aufbauen.

z.b.
- Fragen übers Mittelalter
- kleine Geschichte übers Mittelalter

Beispiel: Ich schätze mal, das keiner von euch im Mittelalter war. Selber will ich mir nicht ausmalen, wie es ist, in einer Ritterrüstung jeden Tag herumzulaufen und zu hoffen, das ich nicht abgestochen werde.

Ich möchte in meinem Vortrag nicht nur über Ritter sprechen und was dort alles los war. Mir geht es darum, was früher für ein Handel betrieben wurde.

Die 1. Globalisierung, also der Handel mit Gütern in der ganzen Welt war von 1300 von 1600. Man nennt dies so, weil es der erste Handel von Bagdad bis Peking war. Natürlich gab es damals noch keine Züge oder Container, die es heute überall gibt. Aus dem Grund musste alles mit Schiffen gemacht werden (Powerpoint-Folien, Bilder von Containern).

Ab dem Jahre 1600 kam der Handel mit der Karibik und Südamerika zustande, weil es dann erst möglich war. Jeder von euch kennt Import und Export.

Import sind die Dinge, die wir ins Land importieren: Das waren zu der Zeit: Zucker, Edelsteine und Silber. Diese Rohstoffe hatten wir damals nicht und müssen wir heute immer noch importieren.

Das ist nur ein Beispiel, wie ich es ungefähr formulieren würde.

Wichtig ist es immer, einfach zu sprechen. Jeder von deinen Zuschauern/Schülern will es auf Anhieb verstehen, obwohl sie sich nicht mit der Materie auskennen.

Wenn du weitere Tipps für deinen perfekten Auftritt benötigst, dann helfe ich dir gerne weiter.


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von griesko am 01.03.2020, 10.10 Uhr
Der Anfang wirkt sehr überstürzt. Wenn jemand keine Ahnung von diesem Thema hat, ist man sehr uninteressiert. Ich würde dir empfehlen, eine Einleitung in den Text über das Mittelalter einzufügen, um einfach mal einen Überblick über das große Thema zu geben. In Zeile 4 dieses "Man könnte hinzufügen", finde ich selber sehr merkwürdig. Das kann man so in einer Argumentation benutzten, aber nicht in einem Sachtext über das Mittelalter. Genauso wie der Anfang fehlt auch irgendwie ein Ende, das das Thema abrundet.
Rechtschreib- und Grammatikfehler sind mir jetzt keine aufgefallen.
Abgesehen von den oben angedeuteten Dingen, ist der Text gelungen und informativ!
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