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von PWiePolitik am 08.09.2021, 09.14 Uhr

Was wähle ich bei der Bundestagswahl?

Am 26.09.2021 ist Bundestagswahl. Angela Merkel tritt als amtierende Bundeskanzlerin nicht mehr zur Wahl an. Wo macht ihr euer Kreuz? Kanzlerkandidaten der großen Parteien sind Annalena Baerbock (Grüne), Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SPD). Welche Partei bekommt eure Zweitstimme? CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP, DIE LINKE, AfD oder eine ganz andere Partei?

Geht ihr überhaupt wählen? Welcher Spitzenkandidat hat unabhängig von den Parteien eure Sympathie? Freue mich über eure Antworten und Kommentare!

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Für alle die nicht wissen was der Unterschied zwischen Erststimme und Zweitstimme ist ...

Was wähle ich mit der Erststimme?
Mit der Erststimme wird der Direktkandidat in seinem Wahlkreis gewählt.

Was wähle ich mit der Zweitstimme?
Mit der Zweitstimme wird die Sitzverteilung der Parteien im Deutschen Bundestag bestimmt.

Weitere Infos wie die Bundestagswahl funktioniert und wie der Stimmzettel ausgefüllt wird, findet ihr auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung unter https://www.bpb.de/mediathek/599/erst-und-zweitstimme
30% - 21 Stimmen
Die Grünen
27% - 19 Stimmen
SPD
19% - 13 Stimmen
CDU/CSU
9% - 6 Stimmen
Andere Partei
7% - 5 Stimmen
FDP
6% - 4 Stimmen
Die Linke
3% - 2 Stimmen
AfD
Stimmen gesamt: 70

Antwort
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von TorstenGreen am 13.09.2021, 22.31 Uhr
Du kannst dich fragen, welche Partei(en) am ehesten das vertreten, was dir wichtig ist. Das ist, zugegeben, nicht immer ganz einfach. Wenn du dir über eine gewisse Zeit hinweg aber anschaust, für welche Themen sich die Parteien einsetzen und was die einzelnen Vertreter und Politiker einer Partei zu bestimmten Themen sagen, dann erhälst du da ein ganz gutes Bild.

Wichtig ist auch immer zu schauen, welche Parteien möglicherweise eine Koalition eingehen werden. Meistens können die Parteien nicht alleine regieren, sondern benötigen noch einen, oder sogar zwei Partner, mit denen sie dann die Regierung bilden können. Jede Partei wird auch immer andere Forderungen haben und bei bestimmten Themen andere Ziele verfolgen. Das heißt dann, dass die Koalitionspartner immer auch Kompromisse eingehen müssen. Eine Partei wird nie alle Forderungen, umsetzen können, die sie zuvor im Wahlprogramm formuliert hatte.

Auch kannst du dich fragen, ob du eher möchstest, dass die bisherige Politik fortgesetzt wird? Dann wählst du eher Parteien, die bisher ohnehin bereits an der Regierung beteiligt waren. Möchstest du lieber, dass eine andere Politik betrieben wird, dann wählst du eine Partei, die bisher in der Opposition war, also nicht an der Regierung beteiligt. Oder, du wählst eine Partei, die in der aktuellen Legislaturperiode gar nicht im Parlament war. Hier solltest du aber schauen, wie wahrscheinlich es ist, das diese Partei in den Bundestag einziehen kann. Denn erforderlich sind mindestens fünf Prozent der Wählerstimmen, um Sitze im Bundestag zu erhalten.

Nachrangig kannst du dich auch daran orientieren, welcher Kanzlerkandidat, welche Kanzlerkandidatin dir sympathisch ist. Dies sollte aber nur zweitrangig sein. Denn die Sympathie sagt nichts darüber aus, ob diese Person gut und kompetent eine Regierung bilden und Deutschland führen kann.


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von obiku am 13.09.2021, 16.37 Uhr
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob ich wählen gehen werde, aber wenn dann wähle ich entweder für die Grünen oder noch wahrscheinlicher für SPD.

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von TomTaler am 09.09.2021, 11.37 Uhr
Ich bin schon eher an Politik interessiert und verfolge deshalb die Entwicklung über einen längeren Zeitraum, auch wenn ich nicht immer alles bis ins letzte Detail mitbekomme. Wenn mir in der Legislaturperiode etwas nicht gefällt, versuche ich es mir zu merken, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass vor der Wahl gerne große Versprechen gemacht und später nicht gehalten werden. Als Beispiel: Nach der letzten Wahl wurden als Erstes die Diäten der Bundestagsabgeordneten erhöht, noch bevor es überhaupt eine Regierungskoalition gab. Einzig die AFD und LINKEN haben dagegen gestimmt.

Nach diesem Schema versuche ich mir eine langfristige Meinung zu den einzelnen Parteien zu bilden. Da meine Meinung nicht von einer einzigen Partei vertreten wird, schwanke ich vor der Wahl meistens, welchem meiner Favoriten ich meine Stimme geben soll. Deshalb spielen Wahlplakate eine wichtige Rolle für mich. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Wahlplakate immer inhaltsleerer werden. Wenn eine Partei mich beispielsweise im Bundestagswahlkampf mit einer guten Schulpolitik überzeugen will, bekommt sie meine Stimme nicht, da dieser Bereich Ländersache ist. Deshalb handelt es sich hier offensichtlich um ein leeres Versprechen.

Mit der Erststimme wähle ich eigentlich nie taktisch, sondern die Partei, der ich auch meine Zweitstimme gebe. Selbst wenn "mein" Kandidat nicht gewählt wird, ist mir das immer noch lieber als wenn ich einem weniger guten Kandidaten ins Parlament verhelfen würde.
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