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von elle am 03.03.2020, 13.45 Uhr

Wer kann mir bei der Korrektur meines Textes über den Film Jojo Rabbit helfen?

Der Film „Jojo Rabbit“, welcher im Jahr 2020 erschienen wurde, handelt von einem Jungen Namens Jojo, der während des 2. Weltkriegs in Deutschland bei seiner alleinerziehenden Mutter aufwächst. Er hat sich einen imaginären Freund Adolf Hitler erschaffen. Er gibt ihm Tipps, wie er sich in verschiedenen Situationen zu verhlaten hat, wie z.B. wie er mit der, von seiner Mutter versteckten jüdischen Mädchen Elsa, umgehen soll. Als er seine tote Mutter sieht, fängt Jojo seine Hitlervorliebe zu hinterfragen an.

Man kann anhand des Films viele Aspekte analysieren, wie z.B. der Humor im Film, die Sprache, die Moderne oder die Charaktere.

Am Anfang wurden sehr viele Handlungen gezeigt, wie das Camp, die Verletzung oder die Entdeckung Elsa. Danach wurden es immer weniger Handlungen. Man hat sich danach mehr auf das Gesagte und die Geschehnisse konzentriert.

Einige Szenen waren relativ lustig gestaltet, aber ab dem Zeitpunkt, wo die Mutter erhängt wurde, wurde die Handlung immer ernster.

Es fällt schwer, den Film zeitlich einzuordnen. Diesen Eindruck hatte ich, weil z.B. die Kulisse am Anfang sehr modern aussah. Auch das Camp, die Art und Weise wie gesprochen wird, waren schon sehr modern.

Die Sprache in dem Film ist ebenfalls modern. Der Regisseur wollte vielleicht damit eine gewisse Distanz durch die Sprache zu dieser Zeit herstellen. Aber durch diese Moderne baut sich auch eine Nähe auf, weil man dann leichter in den Film reinkommt. Diese moderne Sprachschema wurde von dem Hitler-Charakter durchbrochen, da seine Mimik, Gestik, Ansprache eher wie aus der damaligen Zeit klingen.

Diese unterschiedlichen Sprachebenen sollten vielleicht zeigen, dass die Ideologie und die Sprache nicht mit dem Alltag verbunden sind, da die Ideologie dem Jojo und seine Mutter gar nicht so präsent ist. Die Ideologie wird Jojo durch den Hitler Charakter vorgeführt.

Jojo nimmt man z.B. die Ideologie nicht ab. Es wird durch die Sprache verdeutlich, dass er denkt, dass er Nationalsozialist wäre, aber er redet und verhält sich nicht so. Damit drückt sich vielleicht seine Distanz zum Nationalsozialismus aus.

Eigentlich sind die Farben in den Filmen aus der damaligen Zeit meistens dunkel und grau. Im Film ist das ähnlich. Am Anfang waren die Farben im Film grau und so näher der Krieg war, desto dunkler wurde es. Nachdem die Alliierten Deutschland besiegt hatten bzw. nachdem Frieden begonnen hatte, wurde es plötzlich heller.

Der Film wurde erstmal ins lächerlicher gezogen. Es gab einige lustige Szenen, worüber man auch lachen konnte. Es wurde auch vieles übertrieben. Trotz dieser Lächerlichkeit, konnte die Ernsthaftigkeit beibehalten werden. Nicht jede Situation wurde ins Lächerliche gezogen.

Der Hauptmann-Charakter war sehr spannend. Er erlebte eine Veränderung im Verlauf des Films. Am Anfang war er so dargestellt, als ob der Ideologie "gehorchen" würde. Aber als er sich Elsas Pass angeschaut hat, wollte er nicht sagen, dass das Geburtsdatum nicht stimmt. das sie gesagt hat als sie danach gefragt wurde. Er hat den beiden geholfen. Auch Jojo hat er am Ende gerettet. Damit sollte vielleicht gezeigt werden, dass er offiziell ein Nazi ist und seinen Job „erledigt“ hat, aber er trotzdem von dieser Ideologie nicht überzeugt war.

Der Hitler-Charakter wird am Anfang lächerlich dargestellt (mit den Zigaretten, den Hosen). Aber im Verlauf des Films nimmt dies ab. Er wurde am Ende auch immer ernster. Aus Jojos Kindersicht, sieht er ihn am Anfang als Idol und Helden an, aber gegen Ende hin, sieht er die Realität.

Am Anfang ist die Beziehung (auch die Sprache) zwischen Jojo und Hitler eher locker. Später wird es nur ernster. Jojo ist am Anfang auch eher fanatisch gegenüber seinem Idol gestellt, aber dies nimmt Stück für Stück ab. Je mehr Jojo sich distanziert, desto stärker reagiert Hitler.

Elsas Sprache enthält viel Ironie aber auch Gegenwehr zu dem was Jojo sagt. Als er von ihr wissen wollte, wie die Juden sind, hat sie ihm die Sachen erzählt, die er hören wollte. Aber dann hat sie ihm auch immer wiederholt, dass das nicht stimmt und dass das nur so in seinem Kopf so vorgeht.

Am Anfang wurde eigentlich Elsa erst als die „Böse“ dargestellt. bzw. dieser Angriff am Anfang war mehr ihr Abwehrmechanismus. Aber später hat ihr Charakter eine Veränderung erlebt, indem sie gemerkt hat, dass er eigentlich kein Nazi ist.

Aber ob man dieser ganzen Vorstellung trauen kann, ist fraglich, da der Film aus einer kindlichen Perspektive vorgestellt wurde, weil die Kinder häufig ein anderes Verständnis haben.

Antwort
Antwort
von aeroflux am 11.03.2020, 23.51 Uhr
Ich würde den Text wie folgt verfassen:

Der Film "Jojo Rabbit", welcher im Jahr 2020 erschien, handelt von einem Jungen. Er heißt Jojo. Dieser wächst während des 2. Weltkrieges bei seiner Mutter in Deutschland auf. Die Mutter des Jungen ist alleinerziehend. Er erschafft sich in seiner Phantasie einen imaginären Freund. Es ist Adolf Hitler. Hitler gibt ihm Tipps, wie sich der Junge in verschiedenen Situationen zu verhalten hat, z.B. wie er mit dem, von seiner Mutter versteckten jüdischen Mädchen Elsa, umgehen soll. Die Mutter des Jungen stirbt. Daraufhin fängt der Junge an die Eingebunden von Adolf Hitler zu hinterfragen.

Man kann anhand des Films viele Aspekte analysieren. Diese sind zum Beispiel der Humor, die Sprache, die Moderne oder die unterschiedlichen Charaktere. Am Anfang werden sehr viele Handlungen gezeigt, wie das Camp, die Verletzung oder die Entdeckung Elsas. Danach nehmen die Handlungen ab und die damit verbundene Spannung. Danach liegt der Fokus auf dem Gesagten und den Geschehnissen. Nach der Erhängung, seitens der Mutter, wird die Stimmung im Film immer ernster und bedrückter.

Es fällt schwer, den Film zeitlich einzuordnen. Diesen Eindruck hatte ich, weil die Kulisse am Anfang sehr modern aussehen. Auch das Camp, die Art und Weise wie gesprochen wird, tragen dazu bei. Die Sprache in dem Film ist ebenfalls modern. Der Regisseur möchte vermutlich damit eine gewisse Distanz zu dieser Zeit herstellen. Aber durch diese Moderne baut sich auch eine Nähe auf, weil der Zuschauer sich leichter mit dem Film identifizieren kann. Dieses moderne Sprachschema wird von Hitler unterbrochen, da er sich in seiner Mimik, Gestik und in seinem Ausdruck so verhält, wie er sich tatsächlich zu Lebzeiten verhalten hat.

Diese unterschiedlichen Sprachebenen sollen zeigen, dass die Ideologie und die Sprache nicht mit dem Alltag von Jojo verbunden ist, da die Ideologie, die Jojo und seine Mutter vertreten gar nicht so präsent ist. Die Ideologie wird Jojo durch den Hitler vorgeführt.
Jojo nimmt man seine Ideologie allerdings nicht ab. Es wird durch die Sprache verdeutlich, dass er denkt, dass er Nationalsozialist wäre, aber er redet und verhält sich nicht so. Damit kristallisiert sich seine Distanz zum Nationalsozialismus heraus.

Eigentlich sind die Farben in den Filmen aus der damaligen Zeit meistens dunkel und grau. Im Film ist das ähnlich. Am Anfang sind die Farben im Film grau. Je näher der Krieg kommt, desto dunkler wird es. Nachdem die Alliierten Deutschland besiegen, wird es plötzlich heller.

Der Film wird vorerst ins lächerlicher gezogen. Es gibt einige lustige Szenen. Zudem gab es einige Übertreibungen. Trotz dieser Lächerlichkeit, kann die Ernsthaftigkeit beibehalten werden, da nicht jede Situation ins Lächerliche gezogen wurde.

Der Hauptmann-Charakter ist sehr spannungsvoll. Er erlebt eine Veränderung im Verlauf des Films. Am Anfang ist er so dargestellt, als ob er der Ideologie "gehorchen" würde. Aber als er sich Elsas Pass anschaut, hält er Elsas Lüge geheim. Elsa behauptete ein anderen Geburtsdatum von sich, als sie danach gefragt wurde. Er hat den beiden geholfen. Auch Jojo hat er am Ende gerettet. Damit soll gezeigt werden, dass er offiziell ein Nazi ist und seinen Job "erledigt" hat, aber er trotzdem von dieser Ideologie nicht überzeugt ist. Adolf Hitler wird am Anfang lächerlich dargestellt (Zigaretten, Hose). Im Verlauf des Films nimmt dies ab. Er wird am Ende immer ernster. Aus Jojos kindlicher Sicht, scheint Hitler anfangs als Idol und Held, aber gegen Ende des Filmes, sieht er die Realität.

Am Anfang ist die Beziehung (auch die Sprache) zwischen Jojo und Hitler sehr locker. Später wird es nur ernster. Jojo ist anfangs fanatisch gegenüber seinem Idol, aber dies nimmt Stück für Stück ab. Je distanzierter Jojo ist, desto stärker reagiert Hitler.

Elsas Sprache enthält viel Ironie aber auch eine starke Abneigung zu dem, was Jojo sagt. Als er von ihr wissen möchte, wie die Juden sind, hat sie ihm nur die Sachen erzählt, die er hören wollte. Sie hat Jojo versucht zu verunsichern, indem Sie immer wieder betonte, dass das alles nur in Jojos Kopf geschieht. Anfangs wurde Elsa erst als die "Böse" dargestellt. Später allerdings hat ihr Charakter eine Veränderung durchlebt, indem sie gemerkt hat, dass er eigentlich kein Nazi ist.
Der Film ist aus einer kindlichen Perspektive vorgestellt, weil Kinder häufig ein anderes Verständnis haben und somit Zugang zu geschichtlichen Ereignissen bekommen.

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