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von mel_berlin am 01.08.2022, 13.00 Uhr

Woran erkennt man ein Burnout?

Ich habe mich heute wieder einmal krank gemeldet, weil ich aktuell wie auch schon die letzten Monate sehr müde, erschöpft und energielos bin. Ich habe keine Ahnung woran das liegen könnte. Ich ernähre mich gesund und achte auf sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht. Am Nachmittag bin ich schon mit meinen Kräften am Ende und würde dann am liebsten auf der Couch liegenbleiben.

Mittlerweile bin ich ratlos. Allerdings schaffe ich es schon noch morgens aufzustehen und meinen Alltag zu bewältigen. Ich bin beruflich sehr eingespannt und arbeite häufig ohne Pausen durch. Trotz meines Pensums würde ich sagen, dass sich der Stress aber in Grenzen hält. Überfordert fühle ich mich trotzdem sehr häufig.

Ich habe das Gefühl, die letzten 2,5 Jahre nur im Überlebensmodus verbracht zu haben. Corona war eine enorme Herausforderung, beruflich und finanziell. Auch die momentane Situation mit Krieg, Energiekrise und Inflation macht mir sehr zu schaffen. Ich fühle mich innerlich ausgebrannt und wünschte es würde einfach aufhören oder besser werden.

Ist das normal im Anbetracht der letzten Jahre? Geht es anderen hier auch so? Oder sind das schon Merkmale eines Burnouts? Ich habe die Symptome natürlich gegoogelt, aber zuletzt von einer Bekannten gehört, dass es wohl verschiedene Stufen gäbe. Was mich eben irritiert ist die Tatsache, dass ich noch funktioniere. Ich dachte, dass ein Burnout bedeutet, gar nichts mehr zu schaffen. Aber vielleicht liege ich da falsch? Freue mich über Meinungen und Erfahrungswerte anderer.

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von ArcoIsis am 09.08.2022, 11.10 Uhr
Der Zustand, den du beschreibst könnte verschiedene medizinische Diagnosen haben. Ermüdung und Antriebslosigkeit sind auf jeden Fall ein Symptom des Burnouts. Egal, in welcher Phase man sich befindet. Da du aber erwähnst, dass du zwar viel arbeitest, diese Arbeit aber nicht als maßlosen Stress empfindest, sollte man erstmal nach anderen Gründen suchen.

Beispielsweise sind Ermüdung und Antriebslosigkeit auch ein Symptom von Depression. Besonders das Morgentief, welches du beschreibst. Also das Gefühl morgens nicht aus dem Bett zu kommen, ist ein klarer Indikator hierfür. Je nach Grad der Depression schafft man es natürlich trotzdem raus, aber es kostet dementsprechend viel Energie.
Außerdem beschreibst du ja auch, dass die Krisen der letzten Zeit dich psychisch besonders mitgenommen haben. Und du erwähnst, dass du oft wünscht "alles möge aufhören". Stellt sich die Frage, ob du schon einmal Suizidgedanken hattest? Das und die gedrückte Stimmung, die du beschreibst, wären weitere Symptome für eine Depression.
Grundsätzlich schleichen sich psychische Krankheiten wie Burnout und Depression eher langsam ins Leben ein. Der Patient merkt oft selbst über lange Zeit nicht, dass er betroffen ist.

Ich würde auf jeden Fall damit zu meinem Hausarzt gehen und vielleicht auch ein Blutbild über den kostenlosen Jahrescheck machen lassen. Unabhängig von gesunder Ernährung und genügend Schlaf, können auch physische Leiden, die noch unentdeckt sind, wie Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten Ursache von latenter Müdigkeit sein. Egal wie die Diagnose ausfällt. Nachdem du die Situation selbst so prägnant analysiert hast, solltest du dies zum Anlass nehmen, dein Arbeitsleben etwas bewusster zu gestalten: Genügend Pausen machen und kein schlechtes Gewissen haben, wenn du es wegen Krankheit wirklich einfach nicht in die Arbeit schaffst. Nur so kann man einem möglichen Burnout in der Zukunft vorbeugen!


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von janmans am 09.08.2022, 09.41 Uhr
Grundsätzlich hat jeder mal eine Phase in der man sich nicht so Energiegeladen fühlt, wie es vielleicht sonst der Fall ist. Unser Wohlbefinden wird von den verschiedensten Faktoren beeinflusst. Dazu zählen zum Beispiel, Schlaf, Ernährung, persönliches Umfeld und der Körper an sich. Verändert sich einer dieser Faktoren, kann es zu Verstimmungen und auch zu Antriebslosigkeit kommen. Insofern kann es manchmal schon helfen seine Gewohnheiten zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Schlaf ist ein wichtiger Faktor, vielleicht schläfst du zu wenig bzw. schlecht?
Ansonsten würde ich mich der Meinung von anderen hier anschließen. Burnout und psychische Erkrankungen an sich sind sehr vielschichtig. Ein Arzt wird die Anzeichen aber zu deuten wissen.

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von Jasmingrw am 02.08.2022, 17.28 Uhr
Aufgrund der aktuellen Krisensituationen, dem Stress auf der Arbeit oder auch persönliche Probleme können auf Dauer zu Burnout führen. Anzeichen, die für ein Burnout sprechen, sind vor allem Erschöpfung. Oft fühlen sich die Betroffenen überfordert, ausgelaugt und antriebslos. Sie sind dann oft müde und niedergeschlagen. Auch körperliche Beschwerden wie zum Beispiel unspezifische Schmerzen oder Magen-Darm-Probleme und Schlafstörungen können auftreten.
Betroffene haben meist Probleme sich auf der Arbeit oder im Alltag zu konzentrieren, ihnen fällt es oft schwer sich die einfachsten Sachen zu merken. Burnout-Patienten fühlen sich lustlos und sie haben keine Ideen warum. Ihnen fällt es häufig auch schwer Entscheidungen zu treffen.
Wenn du dich in meinen Beschreibungen wiederfindest, dann rate ich dir zum Arzt zu gehen. Wenn du dich jetzt fragst zu welchem Arzt du mit Burnout gehen sollst: der Hausarzt ist der erste Ansprechpartner bei Verdacht auf Burnout. Ich wünsche dir alles Gute und baldige Genesung.

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von JanaMaiorano am 02.08.2022, 00.34 Uhr
Es ist grundsätzlich richtig, dass ein Burnout-Syndrom sich in unterschiedliche Stadien einteilen lässt. Ärzte nutzen ein 12-Stufen-Modell um das Fortschreiten der Erkrankung einzuschätzen. Allerdings ist die Ausprägung und Dauer der einzelnen Phasen von Patient zu Patient verschieden.

Die meisten Erkrankten bemerken erst anhand des "Zusammenbruchs", dass sie am Burnout-Syndrom leiden. Der Punkt an dem man gar nichts mehr kann, ist aber gleichzeitig der, an dem man bereits alle Stufen durchlaufen hat. Eine Früherkennung von Burnout und die damit verbundene Behandlung kann zwar vor dieser Situation schützen, ist aber meist nicht möglich.

Deine in der Frage beschriebenen Symptome sind meiner Meinung nach im Grunde tatsächlich die eines Burnout-Syndroms.

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von Achibra am 01.08.2022, 22.16 Uhr
Das Burnout ist ein Zustand der körperlichen, emotionalen und geistigen Erschöpfung, der durch anhaltenden oder übermäßigen Stress verursacht wird. Es kann auftreten, wenn du dich überwältigt und emotional ausgelaugt fühlst und nicht in der Lage bist, den Anforderungen deiner Arbeit oder deines Privatlebens gerecht zu werden. Die Anzeichen und Symptome von Burnout sind von Person zu Person unterschiedlich, können aber unter anderem darin bestehen, dass du dich hoffnungslos, hilflos und losgelöst fühlst, dass du Schwierigkeiten hast, dich zu konzentrieren, dass du dich beim Aufwachen erschöpft fühlst und dass du vermehrt zu Alkohol oder Drogen greifst, um die Situation zu bewältigen.


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von saadidi am 01.08.2022, 19.55 Uhr
Die Anzeichen, die du hier schilderst, klingen sehr stark nach dem Beginn eines Burnouts. Ein Burnout ist eine geistige Erkrankung, die sich auf den Körper auswirkt. Fatal wäre es die Warnsignale nicht zu beachten. Die Annahme, dass ein Burnout nur dann gegeben ist, wenn es schon zu spät ist und man nichts mehr machen kann, ist falsch. Wie bei den meisten Krankheiten gibt es verschiedene Stadien einer Krankheit.
Es ist verständlich, dass die Situation in den vergangenen Jahren keine einfache war und Themen wie eine Pandemie, Krieg und die steigende Inflation dir zu schaffen machen. Wende dich an einen Arzt, denn diese Symptome eines Burnouts solltest du keines Falles ohne ärztliche Hilfe belassen.
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