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von XY3333 am 28.06.2022, 13.41 Uhr

Wann muss ich eine Krankschreibung bei der Krankenkasse einreichen?

Wenn man sich beim Arzt krankschreiben lässt, bekommt man doch immer diesen "Wisch" für den Arbeitgeber mit. Aber ich erhalte meistens noch zwei weitere Zettel - einmal eine Ausführung für mich selbst und für die Krankenkasse. Bisher habe ich dort aber noch nie etwas eingereicht, ich dachte nämlich immer, dass das die Arztpraxis oder dann der Arbeitgeber übernimmt?

Nun habe ich die Krankschreibungen, die ich nicht meinem Chef übergeben habe, trotzem vorsichtshalber aufbewahrt, damit ich im Nachhinen noch nachweisen kann, dass ich in bestimmten Zeiträumen eben krank war. Ich wollte mich aber jetzt doch einmal erkundigen, ob und ab wann ich diese Ausdrucke bei der Krankenkasse vorlegen muss? Soweit ich weiß, zahlt ja bis zu einem Krankheits-Zeitraum von 6 Wochen immer noch der Arbeitgeber das Gehalt, wenn ich da also mal für ein paar Tage krankgeschrieben bin, sollte ich doch also auch den "Wisch" nicht einreichen müssen, richtig?

Können Konsequenzen auf mich zukommen, wenn ich diese Krankmeldungen wegwerfe oder verspätet bei der Krankenversicherung einreiche? Ich bin übrigens gesetzlich krankenversichert. Wie wird das dann bei der Versicherung abgerechnet oder warum erhalte ich dann überhaupt diese zusätzlichen Krankschreibungen, wenn diese doch eigentlich unnötig sind? Da ich von der Arztpraxis nie eine Rechnung für die Behandlungen erhalten habe, gehe ich nämlich davon aus, dass die Krankenkasse bisher immer alles übernommen hat ...

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von Sathela am 29.07.2022, 08.46 Uhr
Ich empfehle wirklich dringend die Krankmeldungen bei der Krankenkasse einzureichen. Kleiner Tipp vorweg: das geht heute auch ganz easy online. Fast jede Krankenkasse hat heute eine eigene App, da kannst du dich anmelden und dann die Krankmeldung einfach fotographieren und hochladen.

Um deine Frage zu beantworten, die Krankenkasse rechnet mit der Arztpraxis über deine Krankenkassenkarte ab. Außerdem erstellt die Arztpraxis zum Ende eines Quartals immer eine Abrechnung und reicht diese bei den Krankenkassen ein. Deine AU-Zeiten haben damit erstmal nichts zu tun. Die sind nämlich eher wichtig für dich persönlich. Im schlimmsten Fall kannst du nämlich, wie schon erwähnt, tatsächlich kein Krankengeld nach 6 Wochen AU (arbeitsunfähig) erhalten, wenn keine AU-Bescheinigung vorliegt. Außerdem sollte man bedenken, dass diese AU-Zeiten nicht unbedingt am Stück sein müssen. Mal angenommen du fehlst im Januar 2 Wochen, im März 2 Wochen, im Juni 2 Wochen und dann im August wieder und das alles immer unter derselben Diagnose (Beispiel Magen-Darm-Infekt). Dann muss der Arbeitgeber dir ab der AU im August keine Lohnfortzahlung mehr leisten. Ab da greift die Krankenkasse. Wenn du also deine AU bis dahin nicht eingereicht hast stehst du im schlimmsten Fall komplett ohne Geld da. Sichere dich lieber ab, reich die AU-Meldungen ein.


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von MirkoHH am 30.06.2022, 22.37 Uhr
Eine Krankmeldung sollte immer so schnell wie möglich zu der Krankenkasse geschickt werden. Spätestens nach einer Woche, sollte die Krankmeldung immer bei der Krankenkasse eingehen, damit man auch Anspruch auf Krankengeld hat! Wenn du keine Krankmeldung bei der Krankenkasse abgibst, verfällt dein Anspruch auf Krankengeld. Wer Krankengeld bezieht, ist dazu sogar rechtlich verpflichtet, sonst kann das Krankengeld entfallen. Wenn du nie eine Krankmeldung abgibst, hast du wahrscheinlich bei einer schweren Krankheit, die länger als 6 Wochen geht, keinen Anspruch auf Krankengeld. Viele Ärzte schicken die Krankmeldung inzwischen selber zur Krankenkasse, am besten informierst du dich bei deinem Arzt darüber.

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von angeliki am 29.06.2022, 18.44 Uhr
Ich persönlich habe auch noch nie bei einer Krankmeldung den Zettel für die Krankenkasse bei der Krankenkasse eingereicht. Das brauchst du erst zu tun, wenn du länger als 6 Wochen krankgeschrieben bist.
Die Krankenkasse wird bei deiner Rente später wissen, wann du krankgeschrieben warst da dies unter Umständen positiv mit einfließen kann (zb kannst du dadurch früher in Rente gehen). Den beiliegenden Zettel brauchst du nur an die Krankenkasse zu schicken, wenn du länger als 6 Wochen am Stück krankgeschrieben bist. Und das dann auch nur damit die Verarbeitung schneller läuft und die Krankenkasse anschließend statt deinem Arbeitgeber dein Gehalt zahlt.
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