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von LXBreit am 27.02.2022, 23.33 Uhr

Wie äußert sich Endometriose?

In jüngster Zeit ist das Thema Endometriose immer öfter in den sozialen Medien vertreten und auch in meinem eigenen Umfeld taucht es gelegentlich in der Konversation mit Freunden auf. Es sind die unterschiedlichsten Informationen zu finden, daher wollte ich hier nach Erfahrungen fragen.

Grundsätzlich ist mir bekannt, dass diese Krankheit bei betroffenen Frauen zum Teil stärkste Regelschmerzen mit sich bringt. Auch die Thematik der Unfruchtbarkeit wird in Verbindung mit der Erkrankung gebracht.

Mich interessiert besonders die Ursache der Erkrankung und warum diese nur bei Frauen auftritt. Mit welcher Symptomatik muss man rechnen? Wie häufig oder wahrscheinlich ist es diese Krankheit zu bekommen? Kann man präventiv handeln oder das Fortschreiten verlangsamen, wenn nicht gar aufhalten? Wie sieht das diagnostische Verfahren aus und wie gehen Gynäkologen mit der Thematik um?
Gibt es die Möglichkeit einer medikamentösen Therapie außerhalb der zur Schmerzlinderung? Wäre eine operative Intervention möglich? Inwiefern hängt die Fertilität von der Endometriose ab und wie hoch sind die Chancen trotzdem schwanger zu werden?

Ich hoffe auf Antworten von Betroffenen oder Angehörigen, die Interesse haben ihre Erfahrungen mit mir und dem Forum zu teilen.

Antwort
Antwort
von Margretchen am 11.05.2022, 11.55 Uhr
Klinische Merkmale des Krankheitsbildes Endometriose sind gutartige Wucherungen, die auf gebärmutterschleimartigem Gewebe basieren und in benachbarten Organen der Gebärmutterhöhle wachsen. Vergleichsweise häufig finden sich entsprechende Wucherungen bzw. Endometriose-Herde, die oftmals mit Schmerzen einhergehen und im Zuge des Monatszyklus entstehen, im Bereich von Eierstöcken, Eileitern, Darm, Bauch, Beckenraum sowie den gebärmuttereigenen Wandschichten.

Grundsätzlich können entsprechende Wucherungen an tatsächlich jeder Stelle des weiblichen Körpers wachsen. Die einzelnen Herde lösen in der Regel krampfartige Schmerzen bei Betroffenen aus. Sie bluten im Rahmen jeder Regelblutung und fördern Blutzysten. Verläuft die Enodmetriose ohne nennenswerte Beschwerden und weist diese in der Praxis keine Wachstumsaktivität auf, ist eine diesbezügliche medizinische Behandlung nicht erforderlich.

Prinzipiell orientiert sich eine Therapie der Enodmetriose an der jeweiligen Intensität der Beschwerden und der exakten Lokalisation der zugehörigen Herde. In derartigen Fällen kommen einzelfallabhängig medikamentöse oder hormonelle Behandlungskonzepte zum Einsatz. Genetische Ursachen, spezifische Veränderungen des körpereigenen Immunsystems und ein relativ kurzer Menstruationszyklus begünstigen die Entstehung der Endometriose.


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von Elfenkoenigin am 02.03.2022, 12.35 Uhr
Als Endometriose wird das Auftreten von endometriumähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutter bezeichnet.

Symptomatisch macht es sich hauptsächlich durch sehr starke Regelschmerzen bemerkbar, die über das normale Maß deutlich hinausgehen. Betroffene Frauen leiden häufig so stark, dass sie sich während dieser Zeit beim Arbeitgeber krankmelden müssen.

Zwischen Pubertät und Wechseljahren erkranken 4-12 Prozent der Frauen daran, jährlich etwa 40000.

Die Ursache der Schleimhautwucherungen ist noch nicht vollständig geklärt. Dennoch werden mögliche Erklärungsursachen diskutiert:

- Die retrograde Menstruation: Teile der Gebärmutterschleimhaut gelangen durch die Eileiter in den Bauchraum. Dies kann auch zu Zeiten außerhalb der Regel passieren. So könnten diese Zellen im Bauchraum anwachsen. Dies nennt man die sogenannte Implantationstheorie.

- Beim Embryo angelegtes Gewebe wird bei der erwachsenen Frau in Endometriumgewebe umgewandelt. Durch hormonelle Einflüsse kommt es zu den Wucherungen. So erklären sich Fachleute zum derzeitigen Zeitpunkt die Endometriose zwischen Enddarm und Scheide.

- Das Gewebe der Gebärmutterschleimhaut verwächst mit dem Muskelgewebe der Gebärmutter.

- Antikörper gegen die eigene Gebärmutterschleimhaut. Diese können im Blut der betroffenen Frauen nachgewiesen werden. Diese führen zu Entzündungsreaktionen und Schmerzen an den betroffenen Stellen.

- Genetische Faktoren gelten inzwischen als nahezu sicher.

An der Entstehung und möglichen Behandlungsansätzen wird weiterhin geforscht. Abschließend klären lässt sich die Frage leider noch nicht.

Derzeitige Behandlungsmethoden sind unter anderem Medikamente gegen die Schmerzen.

Eine hormonelle Behandlung zielt auf das weibliche Hormon Östrogen, welches die Wucherungen bei den Betroffenen verstärkt.

Bei besonders schweren Verläufen oder drohender Unfruchtbarkeit kommt eine Operation in Frage, bei der das Gewebe schonend entfernt wird.

Antwort
Antwort
von Vajoha am 01.03.2022, 09.36 Uhr
Endometriose tritt physiologisch bedingt bei Frauen auf. Dabei wächst Gebärmutterschleimhaut ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Die verbleibenden Gewebereste können Zysten verursachen. Die Ursache liegt im Hormonhaushalt der Frau. Schmerzen während der Menstruation und des Geschlechtsverkehrs können auftreten.
Etwa zehn Prozent der Frauen erkranken an Endometriose. Gynäkologische Untersuchungen und eine Spiegelung der Bauchhöhle sind möglich. Medikamentöse Therapie kann aus Hormonpräparaten bestehen, die das Wachstum der Endometriose-Herde verlangsamen. Durch eine Operation können diese entfernt werden. Bei 35 Prozent aller unfruchtbaren Frauen wurde Endometriose diagnostiziert. Die Chancen sind laut aktuellen Studien hoch trotz Endometriose schwanger zu werden. Hilfe wird in Kinderwunschzentren angeboten.
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