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von daisy1958 am 11.09.2021, 22.41 Uhr

Wie soll ich mich entscheiden?

Wir sind seit 12 Jahren verheiratet. Bis auf 1 Jahr war mein Mann ständig krank und hat nie gearbeitet. Ich war immer alleine für unseren Lebensunterhalt verantwortlich. Dabei bin ich 8 Jahre älter - bereits 63. Vor 3 1/2 Jahren fand ich keinen Job mehr bei uns in Hessen. Deshalb ging ich nach NRW, woher ich auch stamme, und arbeite seitdem dort. Ich habe hier viele neue Bekannte gefunden und fühle mich wohl. Mein Mann wohnt immer noch in unserer Hauptwohnung nahe Frankfurt. Er wirft mir vor, dass ich nur für mich alleine eine Wohnung gesucht hätte und ihn zurück gelassen habe. Dabei finde ich mit meinem mittleren Gehalt hier keine größere Wohnung. Außerdem steht er in der Schufa, was die Sache erschwert. All diese Argumente lässt er nicht gelten. Er selbst hat sich in der ganzen Zeit um nichts gekümmert. Da er nichts entsorgen kann, oder wegwerfen, ist fast die gesamte Wohnung zugestellt. Ich kann und will so nicht mehr leben. Schon viel zu lange habe ich mein persönliches Erbe investiert, um alle Unkosten zu decken. Wenn ich wieder zurückkehre, ist alles umsonst gewesen. Wie komme ich da nur wieder raus?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MolMed am 15.09.2021, 17.51 Uhr
Ich glaube, dass du dir zwei Fragen unabhängig voneinander stellen musst:

1) Bin ich bereit, meinem Mann finanziell in dem Maße zu helfen, wie bisher? Es baut eine riesige Wand zwischen euch auf, wenn du dein Erbe verwenden musst, um deinen Mann zu finanzieren. Wenn du das nicht möchtest, musst du das mit ihm besprechen und ihr müsst gemeinsam den Gürtel enger schnallen und mit dem Geld auskommen, was monatlich eingeht.

2) Sehe ich eine gemeinsame Zukunft mit meinem Mann? Es hört sich ein wenig so an, als ob ihr euch auseinandergelebt habt. Wenn du das nicht möchtest, solltest du unbedingt gegensteuern um die Beziehung zu retten. Es scheint so, als ob du nochmal durchgestartet bist und dein altes Leben hinter dir gelassen hast. Das bedeutet allerdings nicht, dass dein Mann in deinem neuen Leben keinen Platz hat. Überlege deshalb, ob du dein altes Leben nicht mehr magst, oder deinen Mann. Und versuche ihn nicht zwangsläufig damit zu assoziieren.
Kommentar von daisy1958 am 15.09.2021, 21.32 Uhr
In fast 4 Jahren habe ich mich an ein Single-Dasein gewöhnt - zumindest zeitweise. Mir gefällt mein Leben so. Ich kann nicht sagen, dass mein Mann mir völlig gleichgültig geworden ist, aber ich möchte auch nicht mehr mein altes Leben. Im Grunde würde es mir reichen, wenn wir uns ab und zu gegenseitig besuchen. Dazu wird aber auf Dauer mein Geld nicht langen. Leider findet mein Mann aufgrund seiner Mittellosigkeit keine eigene Wohnung. Wie soll das bloß weiter gehen?


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von marinka98nt am 19.09.2021, 19.00 Uhr
Wenn dir dein Single-Dasein prinzipiell gefällt, musst du dir Gedanken machen, ob du mit deinem Mann tatsächlich noch eine Beziehung führen möchtest. Vielleicht habt ihr euch ja auch mehr zu Freunden als zu Partnern entwickelt. Natürlich ist das immer schwierig, wenn sich eine Beziehung so verändert, insbesondere wenn man den anderen Partner noch gern hat, was bei dir ja scheinbar der Fall ist. Du solltest allerdings dabei wirklich auf dein Herz hören und nicht nach finanziellen Zwängen agieren. Wenn ihr in einer getrennten Wohnung lebt, sei es in Form einer Fernbeziehung oder wenn ihr euch getrennt habt, müssten deinem Partner Leistungen nach Hartz 4 zustehen. Auch eine Wohnung müsste dann vom Arbeitsamt bezuschusst bzw. komplett übernommen werden.

Du schreibst, dass du nicht mehr in dein altes Leben zurück möchtest. Versuche dir klar zu machen, ob du dir dein neues Leben auch gemeinsam mit deinem Mann vorstellen könntest. Vermutlich hast du Dinge ausgemacht, die du unbedingt weiterhin beibehalten möchtest. Vielleicht wäre dein Partner ja auch bereit, mit dir gemeinsam eine neue Zukunft aufzubauen, ohne dass einer von euch beiden zurückstecken muss.

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von tis77zis am 13.09.2021, 15.19 Uhr
Sorry, aber dein Mann ist einfach unverschämt. Du als Frau sorgst für den Lebensunterhalt, er arbeitet nichts und beschwert sich nur. Das geht so nicht! Du musst ihm vielleicht nochmal klar machen, was Sache ist.
Ich kann dich sehr gut verstehen. Eine bezahlbare Wohnung heute zu finden ist leider sehr schwer. Warum kümmert er sich nicht darum eine neue Wohnung zu suchen? Zeit hat er ja wenn er sowieso nichts arbeitet. Und dann noch seine Unordnung, das hört sich schwer nach einem Messi an. Du tust mir wirklich leid. Natürlich kann ich deine persönliche Situation nur schwer beurteilen, aber manchmal ist eine Scheidung und der Neuanfang die bessere Alternative, als an einer Ehe festzuhalten.
Kommentar von daisy1958 am 14.09.2021, 19.35 Uhr
Ohne meinen Mann jetzt großartig verteidigen zu wollen: Er ist so geworden, weil seine Eltern sich nie um ihn gekümmert haben und ihn nie beachteten. Deshalb kann er sich heute von vielem nicht trennen. Er kann sich nicht selbst eine Wohnung suchen, da er als Arbeitsloser keine finden wird. Ich würde ihm gerne klar machen, dass ich mit so vielen Gegenständen in der Wohnung nicht leben kann. Aber ich fürchte, er versteht das gar nicht.

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von Sec30gt am 13.09.2021, 08.54 Uhr
Das ist eine schwere moralische Frage und kann in einem Onlineforum nur schwer beantwortet werden. Allerdings möchte ich dir folgendes raten ...
12 Jahre Ehe ist eine lange Zeit und ihr habt viele schöne Erfahrungen gesammelt. Dies einfach zurückzulassen ist nicht leicht und erfordert viel Mut.
Anderseits hast du erwähnt, dass du glücklich bist. Aus deinem Schreiben geht hervor, dass du die letzten Jahre Opfer gebracht hast und Kompromisse eingegangen bist. Erkläre deinem (Ex-) Mann, dass du in deiner Heimat gerade glücklicher bist und vielleicht in Zukunft auf eine größere Wohnung sparst. Sage ihm, dass du deine Freiheit brauchst. Wenn er dich liebt, dann will er auch das du glücklich bist. Und Ehe bedeutet für mich Liebe!
Am wichtigsten ist jedoch dass du, egal wie du dich entscheidest, keine Gewissensbisse hast. Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du für dich die richtige Entscheidung triffst.
Kommentar von daisy1958 am 14.09.2021, 19.43 Uhr
Sparen kann ich leider nicht mehr für eine andere Wohnung. Im Gegenteil: Mein Erspartes schwindet immer mehr. Mein Gehalt geht für beide Wohnungen drauf. Alles andere finanzieren wir von meinem Ersparten. Da bleibt nichts mehr für mein Alter. Wenn ich dann im Falle einer Scheidung noch meine Rentenpunkte abgebe, stehe ich komplett vor dem Nichts. Also werde ich wohl wieder "in den sauren Apfel beißen müssen" und alles so belassen, wie es ist.
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